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Radsportsaison 2027 eröffnet: Jhonatan Chaves gewinnt Vuelta a Guatemala – erster Gesamtsieger des neuen Rennjahres steht fest

Radsport
durch Nic Gayer
Jhonatan Chaves en lo más alto del podio con el equipo NU Colombia
Die internationale Radsportsaison 2027 ist offiziell eröffnet. Während das europäische Profipeloton noch einige Wochen auf den Beginn seiner neuen Rennsaison wartet, fiel in Mittelamerika bereits der erste Startschuss. Mit der 65. Austragung der Vuelta a Guatemala stand das erste Etappenrennen des neuen Radsportjahres auf dem Programm. Dabei liegt das letzte Rennen der Saison 2026 erst wenige Tage zurück: Die Veneto Classic, bei der Brandon McNulty triumphierte, hatte den vorherigen Rennkalender abgeschlossen.
Am Sonntag ging die Vuelta a Guatemala mit der zehnten und letzten Etappe zu Ende. Den Tagessieg sicherte sich der Costa Ricaner Joseph Gerardo Ramirez vom Team Colono Bikestation Kölbi. Auf dem 117,6 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel in Villa Linda setzte er sich nach 2:30:11 Stunden durch. Den zweiten Platz belegte zeitgleich der Mexikaner Jose Ramon Muniz (Canel's-Java), während Gabriel Bolivar Espinosa von der Nationalmannschaft Panamas das Podium komplettierte.

Jhonatan Chaves krönt sich zum ersten Rundfahrtsieger der Saison 2027

Im Kampf um den Gesamtsieg brachte die Schlussetappe keine Veränderungen mehr. Jhonatan Stiven Chaves vom Team Nu Colombia verteidigte seinen auf den vorangegangenen Teilstücken herausgefahrenen Vorsprung souverän und sicherte sich den Gesamtsieg in einer Zeit von 35:08:28 Stunden. Sein Teamkollege Cristian David Rico belegte mit 57 Sekunden Rückstand den zweiten Platz. Als bester einheimischer Fahrer komplettierte Wilson Chonay (Hino One La Red Suzuki) aus Guatemala das Podium mit einem Rückstand von 1:40 Minuten.
Damit markiert die Rundfahrt in Guatemala den unmittelbaren Übergang zwischen den beiden internationalen Radsportsaisons. Nachdem die Veneto Classic den Schlusspunkt unter das Rennjahr 2026 gesetzt hatte, rückte nur wenige Tage später bereits Mittelamerika in den Mittelpunkt des Geschehens. Neben den ersten Siegen der neuen Saison bot das Rennen zahlreichen Fahrern die Gelegenheit, frühzeitig Wettkampfpraxis zu sammeln und erste Ergebnisse für das Radsportjahr 2027 einzufahren.

Hohes Tempo zum Abschluss: Ramirez entscheidet Schlussetappe im Sprint

Die zehnte Etappe wurde auf einem Rundkurs über sieben Runden ausgetragen. Klassifizierte Anstiege standen nicht auf dem Programm, dafür waren drei Zwischensprints vorgesehen. Bei einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit von 46,98 Kilometern pro Stunde blieb das Feld bis zur Sprintentscheidung zusammen. Dort bewies Joseph Ramirez die größte Endschnelligkeit und setzte sich gegen seine Konkurrenten durch. Sein Erfolg bildete den Abschluss einer Rundfahrt, bei der sich Fahrer aus unterschiedlichen Nationen und Mannschaften in die Siegerlisten eintragen konnten.
Bereits vor dem Finaltag hatten neun verschiedene Fahrer Etappensiege gefeiert. Den Auftakt machte Johan Steven Rubio, ehe sich unter anderem Cristian David Rico, Wilson Chonay, Jhonatan Chaves, Oscar Hernan Fernandez, Sergio Arias, Yesid Albeiro Pira und Jose Ramon Muniz über Tageserfolge freuen durften. Der spätere Gesamtsieger Chaves hatte bereits auf der vierten Etappe zugeschlagen. Pira wiederum entschied das Einzelzeitfahren auf dem achten Teilstück für sich.

Nu Colombia dominiert auch die Mannschaftswertung

Neben seinem Triumph in der Gesamtwertung durfte sich Chaves auch über den Gewinn der Punktewertung freuen. Mit 112 Zählern setzte sich der Kolumbianer vor Luis Daniel Oses mit 98 Punkten und seinem Teamkollegen Cristian David Rico mit 84 Punkten durch. Die Bergwertung ging an Logan Unger, der 34 Punkte sammelte und damit Gerson Victorino Toc mit 30 sowie Yesid Albeiro Pira mit 27 Zählern hinter sich ließ. Johan Steven Rubio sicherte sich die Nachwuchswertung, während Alex Rony Jululaj mit 41 Punkten die Sonderwertung der Zwischensprints gewann.
Auch in der Mannschaftswertung gab es an der Überlegenheit von Nu Colombia keinen Zweifel. Das kolumbianische Team gewann die Teamklassifikation mit einer Gesamtzeit von 105:28:21 Stunden. Hino One La Red Suzuki belegte mit 4:39 Minuten Rückstand den zweiten Platz, während Eca Electricidad-Ciclismo mit einem Rückstand von 30:28 Minuten Dritter wurde.
Mit seinem Gesamtsieg tritt Jhonatan Stiven Chaves die Nachfolge von Oscar Santiago Garzon an, der die Vuelta a Guatemala 2025 gewonnen hatte. Zugleich reiht sich der Kolumbianer in die Siegerliste einer traditionsreichen Rundfahrt ein, in der auch Namen wie Robinson Fabian Lopez, Gerson Toc und Juan Mardoqueo Vasquez zu finden sind.

Endstand der Gesamtwertung der Vuelta a Guatemala 2026

Platz▼▲FahrerTeamZeit
1- CHAVES Jhonatan StivenNu Colombia35:08:28
2- RICO Cristian DavidNu Colombia0:57
3- CHONAY Wilson OttonielHino One La Red Suzuki1:40
4- PIRA Yesid AlbeiroHino One La Red Suzuki2:25
5- VÁSQUEZ Juan MardoqueoHino One La Red Suzuki2:59
6- OSES Luis DanielColono Bikestation Kölbi3:02
7- FERNÁNDEZ Óscar HernánNu Colombia4:27
8- DÍAZ Miguel AngelCanel's - Java10:03
9- PANJOJ Adonias NelsonEca Electricidad Ciclismo12:49
10- TOC Fredy OrlandoEca Electricidad Ciclismo13:45
11- RUBIO Johan StevenNu Colombia13:56
12- AGUDELO John AlexandroNu Colombia14:35
13- ARIAS SergioArenas - Tlax - Mex21:12
14- TUIZ Victor AlfonsoHino One La Red Suzuki24:43
15- CANASTUJ José DavidEca Electricidad Ciclismo25:26
16- BONILLA Daniel AndresColono Bikestation Kölbi31:17
17- ISPACHE Julio AmilcarDecorabaños - Bantrab33:22
18- ALARCÓN Julian DavidPío Rico Cycling Team34:59
19- CAMACHO AngelCanel's - Java36:49
20- LORENZO Randish AbdulPanama40:34
21- UNGER LoganMomentum Racing - GCS - Quici50:36
22- BUSTOS Cristian YesidCastelli Deluxe RedHook50:57
23- BORON MelvinDecorabaños - Bantrab53:37
24- MENDEZ AmilcarDecorabaños - Bantrab53:41
25- MORALES EsdrasEca Electricidad Ciclismo56:49
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