Prévot unterschreibt bei EF Education-Oatly! Die Schwester des Tour-de-France-Siegers wechselt zu einem Rivalenteam

Radsport
Donnerstag, 29 Januar 2026 um 10:00
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Pauline Ferrand-Prévot wird nicht länger das einzige Mitglied der Familie Prévot im Profi-Peloton sein. Offenbar wirkt die Tour de France Femmes weiterhin wie ein Magnet und lockt talentierte Französinnen an, ihren Traum auf heimischen Straßen zu verfolgen. So kehrt auch Paulines jüngere Schwester Axelle Dubau-Prévot nach siebenjähriger Pause mit EF Education-Oatly ins Straßenpeloton zurück.

Axelle Dubau-Prévot startet Comeback und jagt Tour-de-France-Traum

„Bei EF Education-Oatly denkt man unkonventionell. Es ist das einzige Team, in dem ich mich sehe, weil ich keinen traditionellen Radsport-Werdegang habe. Ich will es ernst angehen, aber mir auch die Freude und den Spaß am Rennfahren bewahren“, erklärt sie in einer Teammitteilung.
Axelles bestes Resultat auf der Straße ist wohl ein 12. Platz bei den U23-Europameisterschaften 2018. Die 29-Jährige hat sich jedoch als Gravel-Spezialistin profiliert – mit dem französischen Meistertitel, zwei Top-10-Ergebnissen bei Europameisterschaften und dem Gesamtsieg bei der Etappenfahrt Nedbank Gravel Burn in Südafrika, bei der Ende Oktober auch Tom Pidcock im Männerrennen antrat.
„Wir suchten auch eine Fahrerin, die auf dem Gravel-Zirkus konkurrenzfähig ist, aber zugleich unser Straßenteam verstärken kann. Axelle passt perfekt ins Profil“, schwärmt Teammanagerin Elsa Tromp. „Auf der Straße ist sie eine Allrounderin, im Gravel hat sie die Ausdauer für Rundfahrten und die Geschwindigkeit für Eintagesrennen. Axelle hat keinen typischen Radsport-Hintergrund, und das schätze ich. Ich glaube, das gibt ihr einen gesunden Blick auf Radsport und Leben, da sie sich zeitweise bewusst vom Sport entfernt hat. Diese Reife sagt viel über ihren Charakter aus.“

Einen Traum erfüllen

In Axelles Geschichte finden sich klare Parallelen zur älteren Schwester. Wie Pauline hat auch Axelle die Straße einst aufgegeben, doch der Ruf der Tour de France Femmes war am Ende zu stark. Anders als Pauline peilt Axelle zwar nicht den Toursieg an, aber schon die Teilnahme wäre für sie ein wahr gewordener Traum, wie sie sagt:
„Als ich vor ein paar Jahren hörte, dass die Tour de France zurückkommt, war ich nicht mehr im Radsport aktiv. Es machte mich etwas traurig, weil ich dachte, ich würde nie teilnehmen können. Ich bin Französin, und wenn man mich fragt, was ich mache, und ich sage, ich bin Radfahrerin, kommt sofort die Frage, ob ich die Tour de France fahre“, erklärt sie.
„Das ist der Maßstab. Jetzt, wo ich das Rennen gesehen habe und sehe, dass EF Education-Oatly bei der Tour wirklich Großes erreichen will, würde ich eines Tages sehr gern Teil des Tour-Aufgebots sein.“
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