Julian Alaphilippe startet seine Saison 2026 mit einem präzise aufgebauten und klar strukturierten Programm. Ein Auftakt in Portugal, ein Frühjahr fast ausschließlich entlang der Klassiker und die fest eingeplante Rückkehr zur
Tour de France markieren einen Kalender, der seine Stärken gezielt betont, statt sie zu verstreuen.
In seinem zweiten Jahr beim
Tudor Pro Cycling Team spiegelt Alaphilippes Rennplan Erfahrung und klare Absicht wider. Keine Überschneidung zwischen flämischem Kopfsteinpflaster und Ardennen, keine kurzfristigen Ergänzungen, kein Experimentieren. Der Fokus liegt konsequent auf Rennen mit explosiven Anstiegen, wiederholten Intensitäten und der Härte von Eintagesprüfungen.
Ein Frühjahr zwischen Italien und den Ardennen
Alaphilippe eröffnet seine Saison bei der Volta ao Algarve, einem etablierten frühen Formtest mit starkem Teilnehmerfeld, jedoch ohne den Druck eines ersten Saisonhöhepunkts. Anschließend richtet sich der Blick sofort nach Italien.
Alaphilippe stand bei der Tour of Britain 2025 auf dem Schlusspodium
Die
Strade Bianche bilden im März erneut einen zentralen Fixpunkt, gefolgt von Tirreno-Adriatico und Milano-Sanremo. Diese Abfolge verbindet selektive Eintagesrennen mit hohem Etappenrennen-Tempo und hält Reisen wie Übergänge bewusst schlank.
Nach dem Italien-Block folgt mit der Itzulia Basque Country der letzte Rundfahrt-Impuls vor den Klassikern im April. Das Terrain im Baskenland spiegelt viele der Anforderungen der Ardennen wider und dient als gezielte Vorbereitung.
Die Ardennen-Klassiker bilden anschließend das Herzstück seines Frühjahrs. Amstel Gold Race, La Fleche Wallonne und Liege-Bastogne-Liege stehen als geschlossenes Ziel im Kalender, nicht als Teil eines breit gestreuten Klassikerprogramms. Auffällig fehlen erneut die flämischen Rennen - ein bewusster Schritt, um zwei sehr unterschiedliche Frühjahrskampagnen nicht zu vermischen.
Lehren aus 2025
Der Blick richtet sich klar auf 2026, doch die Struktur des Kalenders speist sich aus den Erfahrungen des Vorjahres. Alaphilippes erste Saison bei Tudor im Jahr 2025 diente vor allem der Rückkehr zu Konstanz und Vertrauen, weniger einer maximalen Ergebnisdichte. Das Team gab ihm Verantwortung, Freiraum und ein reduziertes Programm - ein Prinzip, das nun konsequent fortgeführt wird.
Die Saisonarchitektur zeigt klare Kontinuität. Der Kalender für 2026 vermeidet Überladung, definiert die Ziele scharf und lässt Raum für gezielte Formspitzen statt eines Durchrennens durch das Jahr.
Tour de France fest eingeplant
Die dritte Säule des Programms bildet die
Tour de France. Nach dem Frühjahr wird Alaphilippe im Juli wie erwartet zum größten Rennen des Sports zurückkehren und damit eine Saison abrunden, die bewusst Qualität über Quantität stellt.
Für
Tudor Pro Cycling Team zählt die Klarheit des Kalenders ebenso wie die Rennen selbst. Für Alaphilippe signalisiert dieser Plan einen Fahrer, der im Einklang mit seinen realen Siegchancen agiert. Ein portugiesischer Start, ein klassikerfokussiertes Frühjahr und die Rückkehr zur
Tour de France ergeben ein stimmiges Gesamtbild - ohne Ablenkungen, mit klarem Fokus auf das Wesentliche.
Julian Alaphilippes Rennkalender im Jahr 2026
| Rennen | Datum |
| Volta ao Algarve | 18–22 Februar |
| Strade Bianche | 7 März |
| Tirreno Adriatico | 9–15 März |
| Mailand-Sanremo | 21 März |
| Baskenland-Rundfahrt | 6–11 April |
| Amstel Gold Race | 19 April |
| Fleche Wallonne | 22 April |
| Lüttich-Bastogne-Lüttich | 26 April |
| Tour de France | 4–26 Juli |