„Ohne seinen Manager wäre er geblieben“: Quick-Step-Teamarzt nennt Gründe für Remco Evenepoels Abschied

Radsport
Dienstag, 12 Mai 2026 um 11:00
Remco Evenepoel
Der Abgang von Remco Evenepoel bei Soudal - Quick-Step im vergangenen Winter, der eine sieben Saisons dauernde Partnerschaft beendete, war die Hauptgeschichte des jüngsten Transferfensters. Der belgische Superstar hatte noch ein Jahr Vertrag bei dem Team, das ihm 2019 den Sprung in die WorldTour ermöglichte. Evenepoel entschied sich jedoch, den Kontrakt vorzeitig aufzulösen und zu Red Bull - BORA - hansgrohe zu wechseln.

Warum Remco Evenepoel von Soudal–Quick-Step zu Red Bull–BORA–hansgrohe wechselte

„Wir mussten uns von ihm verabschieden, und das hat die meisten am härtesten getroffen“, erklärt Soudal - Quick-Steps Teamarzt Yvan Vanmol im Podcast Stamcafé Koers.
Der Grund war letztlich nicht, dass Evenepoel seine Zeit bei Quick-Step nicht mochte, sondern vielmehr, dass sein Umfeld anderswo bessere Perspektiven sah. „Wenn man jemanden so lange im Team hat, aber die Menschen um ihn herum sagen, es sei besser, zu einer anderen Mannschaft zu gehen, dann ist die Geschichte zu Ende. Es war nicht mehr tragfähig.“
„Remco selbst war sehr gern bei uns. Wenn sein Manager diesen Druck nicht unablässig aufgebaut hätte, wäre er geblieben“, betont Vanmol. „Dieser Manager ist sein Vater, Patrick. Am schlimmsten finde ich, dass sein Vater unser Team ständig als zweitklassig dargestellt hat, was absolut nicht der Realität entspricht.“

Evenepoels Vater hat viele Brücken verbrannt

Die zahlreichen Bemerkungen von Patrick Evenepoel hinterließen viel böses Blut. „Das hat sehr wehgetan und dazu geführt, dass einige im Team meinten, es sei gut, dass Remco gegangen ist. Als Mensch kann ich ihm jedoch nichts Negatives nachsagen. Er ist dankbar und höflich.“
Remco Evenepoel ist manchmal hitzköpfig
Remco Evenepoel ist manchmal hitzköpfig
Auch wenn Remco sich im Rennen mitunter als hitzköpfig zeigt, vor allem, wenn es nicht nach Plan läuft, ist er persönlich anders. „Seine Reaktionen erinnern manchmal an Fußballer. Im Peloton passt das nicht immer. Aber dass er Klartext redet und seine Ambitionen offen ausspricht, finde ich großartig. Falsche Bescheidenheit hilft nicht. Schon gar nicht mit seiner Palmarès-Liste.“
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