„Bislang habe ich überlebt“ – Mit den ersten Tagen hinter sich kann Thymen Arensman beim Giro d’Italia 2026 Großes anpeilen

Radsport
Dienstag, 12 Mai 2026 um 11:00
Thymen Arensman
Thymen Arensman tat sich historisch in den ersten Tagen einer Grand Tour schwer. Beim Giro d’Italia 2026 ist das anders. Nach dem Bruch mit diesem Negativtrend kann der Niederländer als Kapitän von Netcompany INEOS in den kommenden Wochen auf mehr hoffen.
Es war dennoch kein Rennen ohne gravierende Zwischenfälle. In den ersten beiden Etappen kam es zu Massenstürzen im Peloton. Am zweiten Tag befand sich das britische Team auf der richtigen Straßenseite und entging dem Sturz, der über die Hälfte der UAE-Mannschaft zu Fall brachte.
Arensman blieb das nicht verborgen. „Dieses Geräusch des Sturzes wird Albträume verursachen“, schrieb er an diesem Tag in seiner Strava-Aktivität. Doch er verließ Bulgarien ohne Sturz und ohne unnötigen Zeitverlust.
„Bis jetzt habe ich überlebt. Ich bin ruhig und unter Kontrolle. Die Vorbereitung war gut. Ich übertreibe es nicht, aber ich mache genug“, sagte Arensman gegenüber AD.
„Ich versuche einfach, jeden Tag die richtigen Dinge zu tun. Ich kümmere mich gut um mich. Ich nehme die gesamte Erfahrung mit, und je älter ich werde, desto besser weiß ich, was für mich funktioniert.“

Eine gute Strecke für Arensman und INEOS

Aktuell Vierter im Gesamtklassement – ein bestmögliches Signal für den 26-Jährigen. Immer wieder startete er in Grand Tours schwer in die Beine und verlor früh Zeit, bevor er zu Aufholjagden gezwungen war. Fast jede Grand Tour, die er seit 2022 bestritt, folgte diesem ungewöhnlichen Muster – während die meisten Fahrer eher am Ende abbauen.
2025 verlor er auf der Auftaktetappe in Albanien fast eine Minute, fuhr sich bis Etappe 15 in die Top 10 – als Helfer für Egan Bernal – und fiel danach wieder zurück. Bei der Tour de France war er in der ersten Woche kaum präsent, drehte das Rennen dann und gewann in der zweiten Hälfte zwei Etappen.
Jetzt, da seine traditionell schwierigen Tage abgehakt sind, steigen seine Chancen auf einen Podiumsplatz in Rom. Auch das Profil spielt ihm in die Karten, und mit einer eher überschaubaren Konkurrenz im Zeitfahren könnte dieser Tag zum Talisman werden. „Es ist eine wunderschöne Strecke mit einem langen Zeitfahren, das mir liegen sollte.“
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