Das Jahr, in dem
Domenico Pozzovivo Profi wurde, war 2005. Auch 2026 wird der italienische Routinier noch im Profipeloton unterwegs sein: Team Solution Tech - NIPPO - Rali hat am Freitagmorgen bekanntgegeben, dass Pozzovivo einen Einjahresvertrag unterschrieben hat und nach einem ersten Karriereende ins Peloton zurückkehrt.
Pozzovivo kehrt 2026 ins Profi-Peloton zurück
„Wir freuen uns sehr, Pozzovivo willkommen zu heißen“, sagte Teamchef Serge Parsani in einer
Mitteilung. „Schon in den ersten Gesprächen spürten wir Klarheit und eine starke Verfassung. Er kann für das Team ein wichtiger Mehrwert sein.“
Die Gazzetta dello Sport hatte diesen Transfer kürzlich berichtet und gemeldet, dass der Italiener sein Comeback geben werde – mutmaßlich bei der Tour of the Alps, die er 2012 gewonnen hat. Pozzovivo hatte Ende 2024 nach fast zwei Jahrzehnten im Rennbetrieb zunächst seinen Rücktritt erklärt.
Zum vierten Mal startet Pozzovivo spät in die Saison
In den Jahren 2022, 2023 und 2024 begann er jeweils ohne Vertrag, fand dank Hartnäckigkeit und unvermindertem Training aber stets noch ein Team. 2022 erwies er sich als wertvolle Verstärkung für Intermarché in deren Goldjahr und fuhr beim Giro d’Italia auf Rang acht. 2023 schloss er sich Israel - Premier Tech bereits im März an; 2024 unterschrieb er erst Ende Februar bei Bardiani, jenem Team, für das er früher viele Jahre gefahren war.
Zwar blieben Spitzenergebnisse aus, doch er zeigte weiter konkurrenzfähige Form: Top 10 bei der Settimana Internazionale Coppi e Bartali, beim Giro d’Abruzzo, der Tour of Slovenia und beim Giro della Toscana. Beim Giro d’Italia wurde er 20., ehe er sich nach Il Lombardia verabschiedete. Nach anderthalb Jahren fern des Pelotons entschied er sich jedoch für ein Comeback – befeuert von seiner Leidenschaft, mit der er in Norditalien weiter in hohem Umfang trainierte. Er fand neue Motivation beim Jagen von KOMs in den Alpen, erkannte dann, dass sein Niveau weiterhin sehr hoch war, und dass im Peloton Interesse an ihm bestand.
Das italienische ProTeam bietet ihm nun die Plattform, seine Karriere nach dem Comeback fortzusetzen – voraussichtlich in einer führenden Rolle und mit Chancen auf Einsätze bei hochklassigen Rennen. „Diese Entscheidung basiert auf einer objektiven Analyse meiner Verfassung“, erklärte Pozzovivo. „Ich bin dem Team dankbar und werde mein Bestes geben, ihr Vertrauen mit Erfahrung und Wettbewerbsstärke zurückzuzahlen.“