Mads Pedersens schwierige
Vuelta a España 2026 setzte sich auf Etappe 10 fort: Der Kapitän von Lidl – Trek wurde rund 30 Kilometer vor dem Ziel aus dem Peloton abgehängt und gab anschließend zu, dass weiterhin etwas nicht stimmt.
Der ansteigende Anlauf nach Elche de la Sierra schien eine weitere Chance für Pedersen zu bieten, doch der Däne war bereits vor den späten Attacken aus dem Rennen um den Etappensieg und rollte schließlich als 163. über die Linie.
„Meine Beine haben gerade so gereicht, um abgehängt zu werden“,
sagte Pedersen anschließend zu TV2. „Es war eher einer dieser Tage, an denen einfach nicht genug da ist, um das Finale zu fahren. Also jetzt drin zu bleiben und mich komplett leerzufahren, obwohl klar war, dass ich im Sprint nicht dabei bin, ergibt im Moment wenig Sinn.“
Pedersen nahm daraufhin Tempo heraus, statt sich weiter tief in den roten Bereich zu zwingen, nachdem seine Chancen auf die Etappe verflogen waren.
Pedersen sucht nach Antworten nach einer weiteren verpassten Chance
Etappe 10 fügte einer Vuelta, in der Pedersen bislang nur zwei Top-10-Platzierungen eingefahren hat, ein weiteres unauffälliges Ergebnis hinzu. Er wurde Vierter auf Etappe 2 und kam seinem Sieg mit Rang zwei auf Etappe 8 am nächsten, doch an vielen der ersten zehn Tage war er weit weg vom Kampf um die Etappenehren.
Das steht im deutlichen Kontrast zu Pedersens Bilanz über die Grand Tours. Der Ex-Weltmeister hat 12 Grand-Tour-Etappen gewonnen, darunter vier bei der Vuelta, dazu fünf beim Giro d’Italia und drei bei der Tour de France. Außerdem hat er vier Punktewertungen bei Grand Tours gewonnen, zuletzt Grün bei der Tour de France 2026.
Nach Etappe 10 wollte Pedersen keine einzelne Ursache für sein aktuelles Niveau benennen, zugleich stellte er klar, dass seine Leistungen in Spanien unter seinem üblichen Standard liegen.
„Offensichtlich gibt es noch etwas, das nicht richtig funktioniert“, sagte er. „Sonst wäre ich selbst an einem schlechten Tag in einem Finale wie diesem noch dabei. Also ja, da ist momentan etwas, das nicht passt, aber wir glauben, dass es besser wird.“
Auf Etappe 11 wartet die nächste Gelegenheit
Auf dem Papier bietet Etappe 11 erneut Terrain, das Pedersen zurück ins Gespräch bringen könnte, wobei eine Entscheidung, ob er auf den Sieg fährt, eher startnah erwartet wird.
Vorerst lässt ihn Etappe 10 weiter auf den ersten Sieg einer Vuelta warten, in der sein einziges Podium bislang aus dem zweiten Platz auf Etappe 8 stammt.
Zehn Etappen nach Rennbeginn fehlt Pedersen weiterhin das Ergebnis, das in einer Karriere mit Siegen bei allen drei Grand Tours fast zur Routine geworden ist.