Die WorldTour-Saison 2026 beginnt traditionell mit der Tour Down Under, und allmählich nimmt das Rennen Konturen an. Soudal - Quick-Step hat seine Aufstellung bestätigt: Angeführt wird das Team von Alberto Dainese, der sein Debüt für die Mannschaft gibt und in den Massensprints auf Etappensiege zielt.
Soudal-Quick-Step mit Dainese-Joker zur Tour Down Under 2026
„Das Rennen startet mit einem kurzen Prolog auf Straßenrädern, da ist alles möglich“, sagte Sportdirektor Geert van Bondt in einer Pressemitteilung. „Die Sprinter bekommen ihre Chancen, aber auch Puncheure und Kletterer kommen zum Zug.“ Die besten Optionen sieht das Team dennoch in den schnellen Ankünften: Dainese reist als erfahrener Sprinter und eine der prägenden Figuren des Rennens an. Er zählt in den Sprints zu den Favoriten neben Matthew Brennan, Sam Welsford, Danny van Poppel und Juan Sebastián Molano.
An seiner Seite fährt Casper Pedersen als Anfahrer, unterstützt von rouleur-starken Kräften wie Pascal Eenkhoorn und Fabio van den Bossche, die im Finale wertvolle Arbeit leisten sollen. Die Ambitionen gehen jedoch über die Sprints hinaus: Neuzugang Filippo Zana peilt das Gesamtklassement an. Pepijn Reinderink und Andrea Racagni komplettieren die Auswahl.
„Normalerweise fällt die Entscheidung im Gesamtklassement am Willunga Hill, aber abzuwarten bleibt, was der Rundkurs am letzten Tag bringt. Alberto ist unser Mann für die Sprintankünfte und kann auf ein starkes, erfahrenes Team zählen. Für die Gesamtwertung hoffen wir mit Filippo und Andrea auf ein gutes Ergebnis. Es ist eine
Alberto Dainese
Pascal Eenkhoorn
Casper Pedersen
Andrea Racagni
Pepijn Reinderink
Fabio van den Bossche
Filippo Zana
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.