Movistar stand in den vergangenen Monaten unter Beschuss: Oier Lazkano wurde von der UCI wegen Auffälligkeiten im biologischen Pass aus seiner Zeit bei Movistar vorläufig suspendiert, während
Ex-Profi Vinicius Rangel innerhalb von 12 Monaten dreimal seine Aufenthaltsdaten nicht meldete und dafür fast zwei Jahre gesperrt wurde. Offenbar war der Brasilianer nicht der Einzige, der seine Standorte nicht korrekt eintrug: Auch Ruben Guerreiro soll dagegen verstoßen haben und wurde stillschweigend aus dem Team genommen.
Die Saison 2026 hat begonnen und bei Movistar gibt es einige neue Gesichter wie Roger Adrià, Cian Uijtdebroeks und Raul Garcia Pierna. Nicht mehr dabei sind Routiniers wie Fernando Gaviria und Davide Cimolai; sowie zwei Fahrer ohne Vertrag für 2026: Antonio Pedrero und Ruben Guerreiro. Der Portugiese erhielt bei den Spaniern keine Verlängerung und fehlte bei der Teampräsentation, was seinen Abschied bestätigt. Ein Ende ohne offizielle Mitteilung, die Beziehung wurde intern bei Movistar beendet.
Es könnte jedoch einen Grund geben, warum das Team zu Guerreiro schwieg. Laut AS meldete er in der Saison 2025 eine Reise nicht im ADAMS-System (Anti-Doping Administration and Management System) – derselbe Sachverhalt, der Rangels Sperre auslöste. Bei Guerreiro war es nur ein Verstoß, der keine unmittelbaren Konsequenzen nach sich zieht, aber Fragen aufwirft. Alle Profis müssen ihre Aufenthaltsorte hinterlegen, damit die Anti-Doping-Behörden ganzjährig Tests durchführen können; auch die Einnahme von Medikamenten oder Fremdsubstanzen mit potenziell positivem Testausgang muss vorab gemeldet werden.
Zukunft und Karriere auf der Kippe
Warum es zu dem Vorfall kam und wie es für den 31-Jährigen weitergeht, bleibt ungeklärt. Anhaltende Probleme, insbesondere ein im Januar 2024 erlitener Leistenbruch, beeinträchtigten den Portugiesen durch die Saison 2025 und verhinderten, dass er an seine frühere Form anknüpfen konnte. Zuvor hatte er unter anderem einen Etappensieg und das Bergtrikot beim Giro d’Italia 2020, den Mont Ventoux Dénivelé Challenge 2022 sowie die AlUla Tour 2023 – sein erstes Rennen für das spanische Team – gewonnen. Quellen sagten CyclingUpToDate im Dezember, dass eine Fortsetzung auf Kontinentalniveau in Portugal unwahrscheinlich sei und ein Karriereende derzeit das wahrscheinlichste Szenario ist, da er seine körperlichen Probleme bislang nicht überwunden hat.