Primoz Roglic ist zwar nicht mehr der alleinige Taktgeber bei
Red Bull - BORA - hansgrohe, hat intern aber weiterhin großes Gewicht. Bei der Planung für die Saison 2026 bat der Slowene den Neuzugang
Gianni Vermeersch ausdrücklich, ihn bei der Vuelta a España zu begleiten.
Roglic setzt auf Vermeersch – Vuelta-Duo mit großer Ambition
Roglic steht vor einer wichtigen Saison seiner Karriere, womöglich seiner letzten, mit Teamkollegen wie Remco Evenepoel und Florian Lipowitz – jenen beiden Fahrern, die in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard auf dem Podium der Tour de France standen. Er wird weder den Giro d’Italia noch die Tour de France bestreiten, hat aber Tirreno–Adriatico, Itzulia Basque Country und die Tour de Romandie im Programm, um zu alter Siegform zurückzufinden.
Am anderen Ende des Kaders steht
Gianni Vermeersch, ein Neuzugang des deutschen Teams, der als Leader für die Kopfsteinpflaster-Klassiker vorgesehen ist. Das Team trägt dem Rechnung – und schwächt damit über die Saison hinweg zugleich den Block um Mathieu van der Poel.
„Vermeersch wird in dieser Geschichte eine Schlüsselrolle spielen. Wir können seine Rolle bei Alpecin nicht grundlegend verändern. Was er dort geleistet hat, ist Weltklasse. Die Kunst ist nun, dass er das bei uns genauso abruft“, sagte DS Sven Vanthourenhout gegenüber
Sporza. Der 33-Jährige hat in den vergangenen Jahren bei den Pflasterrennen konstant überzeugt und war über weite Strecken seiner Karriere die rechte Hand von van der Poel.
Er wurde nicht geholt, um nur eine Nummer im Aufgebot zu sein, sondern mit klaren Aufgaben und hohen Erwartungen. „Er genießt intern bereits hohes Ansehen. Seine Präsenz bleibt nicht unbemerkt. Er bringt Dinge ein wie das Lesen des Windes, zum Beispiel. Solche Details sind im Frühjahr entscheidend.“
Vermeersch bildet bei der Vuelta ein Duo mit Primoz Roglic
Ein Rennen, das zunächst wohl nicht in seinem Plan stand und nun doch dazukommt, ist die Vuelta a España. „Zu Beginn der Saison wird er im Frühjahr eine sehr wichtige Rolle einnehmen. Er wird dort fast alles fahren. In der zweiten Saisonhälfte steht die Vuelta auf seinem Kalender, und auch dort wird er eine zentrale Aufgabe übernehmen. Mit Roglic wollen wir eine weitere Grand Tour gewinnen.“
Ob es Vorwissen war oder Eindrücke aus den ersten Monaten im Team: Roglic fand Gefallen am Belgier und hat Vermeersch für die Vuelta a España ausdrücklich angefordert. Dessen Erfahrung auf flachem und hügeligem Terrain, kombiniert mit seiner Explosivität, macht ihn zu einem wertvollen Baustein, der in einer dreiwöchigen Rundfahrt auf vielfältige Weise eingesetzt werden kann – selbst wenn meist Sprinter und Kletterer im Rampenlicht stehen.
„Das hat beim Teamcamp im November richtig Fahrt aufgenommen. Roglic meldete sich plötzlich zu Wort und betonte, dass der kleine Vermeersch keineswegs unwichtig sei“, erklärte Vanthourenhout. „Wir wissen, wie er tickt, wir wissen, dass er helfen kann, eine Teamdynamik zu erzeugen. In dieser Hinsicht wird er außerordentlich gut funktionieren.“