Decathlon CMA CGM setzt offenbar alle Hebel in Bewegung, um sich im Rennen um eine Vertragsverlängerung mit
Paul Seixas einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen. Der aktuelle Vertrag des französischen Ausnahmetalents läuft noch bis 2027 – doch nahezu jedes rivalisierende Team dürfte großes Interesse daran haben, den erst 19-Jährigen anschließend in die eigenen Reihen zu holen.
Was also kann Decathlon CMA CGM seinem Juwel bieten, das die Konkurrenz nicht zu bieten hat? Für das Team sprechen die starke französische Verwurzelung, ein langfristiges Bekenntnis zur Nachwuchsförderung und die verlässliche Unterstützung im Hochgebirge. Gerade zu Seixas besteht zudem eine besondere Verbindung: Der Franzose fährt bereits seit seiner Zeit in den Juniorenkategorien für die Mannschaft.
Finanzielle Konkurrenz zwingt Decathlon zum Handeln
Ein weiterer entscheidender Faktor ist zwangsläufig das Gehalt. Decathlon CMA CGM kann Seixas ein großzügiges Angebot unterbreiten, doch auch mehrere Konkurrenten verfügen über enorme finanzielle Möglichkeiten. Insbesondere UAE Team Emirates - XRG und Pinarello Q36.5 scheinen nahezu unbegrenzte Mittel zur Verfügung zu haben, die sie in eine Verpflichtung des Franzosen investieren könnten. Für Decathlon ergibt sich daraus eine schwierige Ausgangslage.
Paul Seixas steht bei zahlreichen Topteams hoch im Kurs. Decathlon CMA CGM sucht nach finanziellen Spielräumen, um das französische Supertalent langfristig zu halten.
Um diesen finanziellen Nachteil zumindest teilweise auszugleichen, hat das Team nun eine neue Muttergesellschaft in der Schweiz registriert. Mit diesem Schritt sollen jene Kosten reduziert werden, die aufgrund der höheren Sozialabgaben bei französischen Verträgen entstehen – eine finanzielle Belastung, mit der sämtliche französischen Mannschaften zu kämpfen haben.
Wie
Cyclingnews berichtet, wurde unter dem Namen „DECATHLON CYCLING TEAM SUISSE SA“ eine neue Gesellschaft in das Handelsregister von Genf eingetragen. Die Registrierung erfolgte am 17. August und nennt mit Dominique Serieys und Mathieu Charpentier zwei der führenden Manager des Teams. Als Unternehmenszweck ist unter anderem „die Führung und Tätigkeit eines professionellen Radsportteams“ angegeben.
Nach Angaben des Mediums bestätigte ein Teamsprecher zudem, dass der Zahlagent der französischen Mannschaft künftig tatsächlich seinen Sitz in der Schweiz haben wird. Für Decathlon CMA CGM eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, einen größeren Anteil seiner finanziellen Mittel unmittelbar in die Gehälter der Fahrer zu investieren und gleichzeitig weniger Geld für Abgaben aufzuwenden.
Mehr als fünf Millionen Euro Ersparnis pro Saison?
Der Schritt in die Schweiz könnte dem französischen Team Einsparungen von mehr als fünf Millionen Euro pro Saison ermöglichen. Damit stünden erhebliche zusätzliche Mittel zur Verfügung, die entweder für einen spektakulären Transfer oder für die langfristige Bindung der wichtigsten Fahrer des bestehenden Kaders eingesetzt werden könnten.
Im Fall von Decathlon CMA CGM deutet vieles darauf hin, dass vor allem die zweite Variante im Vordergrund steht. Angesichts des großen Interesses der finanzstarken Konkurrenz könnte das zusätzliche Budget zu einem entscheidenden Faktor werden, wenn es darum geht, Seixas auch über das Ende seines derzeit bis 2027 laufenden Vertrags hinaus an das Team zu binden.