Lombardei-Rundfahrt 2026: Zielankunft nach Ungewissheit bestätigt – Monument endet bei seiner historischen 120. Austragung erneut in Como

Radsport
Dienstag, 21 Juli 2026 um 15:00
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Il Lombardia 2026 kehrt zu einem seiner prägendsten Schauplätze zurück. Nach Monaten der Ungewissheit über den Zielort wegen organisatorischer und finanzieller Verschiebungen deutet alles darauf hin, dass das „Rennen der fallenden Blätter“ wieder in Como endet – jener Stadt, die die Identität des Monuments in den vergangenen zwei Jahrzehnten maßgeblich geprägt hat.
Die diesjährige Oktober-Ausgabe hat als 120. in der Rennhistorie besonderes Gewicht. Ein Verlust des Finales in Como wäre ein tiefer Einschnitt für eine Klassiker-Ikone gewesen, deren jüngstes Prestige stark auf den brutalen Anstiegen von Civiglio und San Fermo della Battaglia vor der Ziellinie beruht, berichtet La provincia di Como.
Die Ungewissheit scheint nach der Ortsbegehung am Montag durch RCS-Sport-Verantwortliche um Stefano Allocchio gemeinsam mit Vertretern des Stadtrats von Como und Mitgliedern des lokalen Veranstalters CentoCantù gewichen zu sein.
Das Treffen trieb die Planungen für die Ausgabe 2026 voran und bestätigte – sofern nichts Unvorhergesehenes geschieht – die traditionelle Alternation zwischen Como und Bergamo als Start- und Zielorte. In diesem Jahr ist Como an der Reihe, das Ziel zu beherbergen.
Il Lombardia, das letzte Monument der Saison
Il Lombardia, in einer Jubiläumsausgabe

Abnahme beseitigt die Zweifel

Zweifel waren sowohl durch den Führungswechsel bei RCS Sport nach dem Abgang von Mauro Vegni, der über Jahrzehnte die großen Rennen des Organisators geprägt hatte, als auch durch die finanziellen Verhandlungen zur Austragung entstanden. Die Gespräche scheinen nun auf gutem Kurs.
Über die Rückkehr nach Como hinaus erwägen die Organisatoren Kursanpassungen für mehr Spektakel. Favorisiert wird ein doppelter Pass über Civiglio und San Fermo della Battaglia – eine Formel wie 2022. Damals führte ein Rundkurs die Fahrer zweimal durch die Stadt, bevor die Entscheidung fiel, was den Fans zusätzliche Möglichkeiten bot, das Rennen in den Straßen von Como zu verfolgen.
Die Idee greift sogar einen Vorschlag von Bürgermeister Alessandro Rapinese auf, der halb im Scherz anregte, das Peloton bis zu dreimal durch die Stadt zu schicken, um das Rennen zu einem echten urbanen Rundkurs mit großer Publikumswirkung zu machen.

Civiglio, vorbehaltlich der Bauarbeiten

Ein offener Punkt betrifft den Anstieg nach Civiglio, wo in einem von einem Erdrutsch betroffenen Bereich weiterhin gearbeitet wird.
Bei der Begehung prüfte Stefano Allocchio den Fortschritt vor Ort persönlich. Haupthemmnis ist eine Konstruktion zur Abstützung eines im Bereich installierten Krans, deren Abbau jedoch vor dem Renntag terminiert ist. Zudem halten die Verantwortlichen die verfügbare Fahrbahnbreite für ausreichend, um das Peloton sicher passieren zu lassen.
Die Organisation will diese Ausgabe zudem über das sportliche Geschehen hinaus zu einem echten Radsportfest machen.
Geplant ist unter anderem eine Jubiläumsausstellung zu 120 Jahren Giro di Lombardia, angelehnt an frühere Schauen in der Stadt. Zusammengetragen werden historische Fotografien, Erinnerungsstücke und Objekte rund um den italienischen Klassiker, als möglicher Ort gilt San Pietro in Atrio im Zentrum von Como.
Bereits bestätigt ist der erneute Aufbau von Rennleitung und Pressezentrum im Palazzo della Finanza an der Piazza del Popolo gegenüber dem Dom von Como. Das unterstreicht die zentrale Rolle der Stadt in einer Ausgabe, die zu einer der denkwürdigsten der Renngeschichte werden soll.
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