Team Visma | Lease a Bike-Sportdirektor
Marc Reef hat ein Update zum Zustand ihres Kapitäns
Jonas Vingegaard gegeben und bestätigt, dass sich der Däne einer Operation am Schlüsselbein unterziehen wird, das er sich auf der 15. Etappe am Sonntag der
Tour de France 2026 gebrochen hat.
Der Visma-Kapitän lag vor der Etappe Gesamtzweiter, stürzte jedoch beim Verlassen eines Kreisverkehrs schwer und musste die
Tour de France aufgeben. Schnell war klar, dass der zweifache Sieger das Rennen nicht fortsetzen würde.
„Wir hatten das Rennen in der Hand“
„Er war natürlich sehr enttäuscht, die Tour so beenden zu müssen. Er fühlte sich auch an dem Tag großartig. Wir hatten das Rennen in der Hand und waren bereit, mit ihm anzugreifen“, sagte Reef
bei TNT Sports vor dem Start des Einzelzeitfahrens der 16. Etappe.
„Alles so zu verlieren, ist ein harter Schlag“, ergänzte der Visma-Sportdirektor. „Er ist gestern nach Hause gereist und wird heute irgendwann am Schlüsselbein operiert. Danach melden wir uns mit einem Update.“
Nächtliche Dopingkontrollen sorgen für Diskussionen
Als mögliche Ursache des Sturzes wurde eine nächtliche Dopingkontrolle ins Spiel gebracht, der sowohl Vingegaard als auch sein großer GC-Rivale Tadej Pogacar in der Nacht bzw. am frühen Morgen vor der Etappe unterzogen wurden.
Darauf angesprochen, antwortete Reef diplomatisch: „Ich denke, es geht auch um das Timing der Kontrolle. Darüber möchte ich ungern spekulieren. Denn einerseits ist es gut für den Sport, dass so etwas passiert.“
Zwar räumte Reef ein, dass unangekündigte Tests in der Nacht ihre Berechtigung haben, er benannte jedoch auch einen möglichen Schwachpunkt im System. „Gut für die Integrität. Aber gleichzeitig schadet es der Integrität ein wenig. Denn es ist auch nicht fair, Fahrer zu völlig zufälligen Zeiten in der Nacht zu testen“, erklärte er. „Und ich denke, das ist auch für den Wettbewerb nicht ideal. Aber es ist auf jeden Fall gut, dass die Tests stattfinden, und wir stehen voll dahinter.“