Während der Jahreswechsel für die meisten die Bühne ist, um neue Teamfarben zu präsentieren oder – wie im Fall von Visma – einen Wintertransfer offiziell zu machen, ist die Zeit für andere heikel. So will Arnaud De Lie seine Saison in drei Wochen eröffnen, kämpft jedoch mit einer hartnäckigen Verletzung.
Arnaud De Lie: Sprunggelenksverletzung gefährdet Saisonstart
Der Belgier ließ offen, wie es dazu kam, aktuell plagt ihn jedoch eine Sprunggelenksverletzung. „Es gibt erhebliche Bänderschäden, aber die Lage ist klar und wird angegangen“, teilte er in einer Instagram-Story mit. „Ich habe die Reha bereits begonnen. Schritt für Schritt.“
Auf dem Papier soll der 23-Jährige am 24. Januar beim GP Castellón einsteigen, tags darauf die Clàssics Comunitat Valenciana bestreiten und anschließend wie gewohnt Anfang Februar die Etoile de Bessèges. Dieser Plan steht nun jedoch auf der Kippe: Die Verletzung könnte ihn nicht nur vorübergehend vom Rad holen, sondern die Vorbereitung auf die Saison 2026 deutlich verzögern.
In diesem Jahr startet De Lie in den Farben des „neuen“ Lotto-Intermarché-Teams, das am 12. Januar in Belgien vorgestellt wird. Vergangene Saison eröffnete er mit einem Sieg bei der Etoile de Bessèges, blieb im Frühjahr danach jedoch ergebnismäßig auffällig blass. Bei der Tour de France sammelte er in den Sprints einige solide Platzierungen, doch erst danach holte er sich seine Erfolgsquote für das Jahr.
Er wurde Zweiter bei den Hamburg Cyclassics, nur hinter Ausreißer-Überraschung Rory Townsend; er gewann die Renewi Tour vor Mathieu van der Poel und sicherte sich auch die Schlussetappe; zudem sprintete er zu Siegen bei der Bretagne Classic, dem GP de Wallonie, der Super 8 Classic sowie in Paris–Chauny und untermauerte damit seinen Status als eine der prägenden Figuren in explosiven Eintagesrennen.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
Una genial actualización de Arnaud De Lie 🇧🇪 antes de empezar 2026 (y mi cena de Nochevieja) 🥹
"Me he lesionado el tobillo. Hay una lesión importante en los ligamentos, pero la situación está clara y bien controlada. Recuperación en curso, paso a paso"
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