Am Montag tauchten Berichte auf, wonach
Jonas Vingegaard überraschend bereits 2026 ins Renngeschehen zurückkehren könnte – entgegen der zuvor bestätigten Aussage, dass der Kapitän von Visma - Lease a Bike erst 2027 wieder angreifen werde.
Das italienische Magazin
CyclingTime berichtete, die Europameisterschaften und Il Lombardia am 04.10. und 10.10. stünden im Raum und seine Genesung nach den bei der Tour de France erlittenen Verletzungen verlaufe gut.
Vingegaard stürzte Ende der zweiten Woche der Tour schwer und zog sich dabei einen Schlüsselbeinbruch zu. Trotz früher Spekulationen über einen möglichen Einsatz im Spätsommer bestätigten er und
Visma, dass der Däne seine Saison beenden und den Fokus auf 2027 legen werde.
Dem Bericht zufolge könnte Vingegaard die beiden Eintagesrennen ins Visier nehmen, doch Domestique meldet nun, dass Visma die
Gerüchte dementiert habe.
Eine solche Kehrtwende wäre angesichts der bisherigen Kommunikation von Team und Fahrer überraschend gewesen. Bei Vingegaards intensiver und erfolgreicher Saison bis zum Sturz wäre eine derart beschleunigte Rückkehr ein echter Paukenschlag gewesen.
Jonas Vingegaard im Trikot von Visma
Visma dementiert Überraschungs-Comeback
Der Bericht kam nur wenige Tage, nachdem Tadej Pogačar sein Saisonende 2026 bestätigt hatte. Der Slowene, der für diese späten Saisonziele als Favorit gegolten hätte, erlitt bei einem Sturz in der ersten Vuelta a España-Woche einen Schlüsselbeinbruch, Wirbelverletzungen und eine Gehirnerschütterung.
„Nach einer langen und intensiven Rennphase war ohnehin eine Erholungszeit nach der Tour de France geplant“, erklärte Vingegaard in der Teammitteilung im vergangenen Monat.
„Wegen der Schlüsselbeinverletzung hat sich der Trainingsbeginn verzögert, und es ist in der kommenden Zeit nicht möglich, mein Topniveau zu erreichen. Der Fokus liegt darauf, mich optimal auf die Ziele der Saison 2027 vorzubereiten. Diese konkreten Ziele werde ich in den kommenden Wochen mit dem Team besprechen.“
Plan war immer, nach der Tour neu zu bewerten
Sportdirektor Marc Reef erklärte, die Verletzung habe letztlich alle späten Saisonpläne für Vingegaard vom Tisch gewischt.
„Wie zu Saisonbeginn angekündigt, wollten wir nach der Tour de France Bilanz für den restlichen Teil der Saison ziehen“, sagte Reef.
„Nach einer intensiven Phase mit vielen Renntagen und dem Schlüsselbeinbruch, den Jonas bei der Tour de France erlitten hat, ist es für ihn am besten, sich auf 2027 zu konzentrieren. Gemeinsam mit Jonas werden wir in den kommenden Wochen den richtigen Trainingsaufbau und die Ziele für das neue Jahr festlegen.“