Jonas Vingegaards Gesamtsieg bei der Volta a Catalunya unterstreicht seine Frühform, doch innerhalb von
Team Visma | Lease a Bike herrscht die klare Überzeugung, dass der Däne noch auf ein höheres Niveau zusteuert.
Sportdirektor Jesper Morkov lieferte nach dem Rennen eine aufschlussreiche Einschätzung und blickte nicht nur auf Vingegaards aktuelle Form, sondern auch auf das, was in den kommenden Wochen möglich ist. „Jonas ist in einer guten Verfassung. Er ist glücklich, angriffslustig, und seine Form ist sehr gut. Deshalb denke ich, dass die Vorzeichen für den Giro vielversprechend sind“,
sagt der dänische DS bei TV2.
Mehr Potenzial trotz dominanter Vorstellung
Diese Sicht überrascht, weil Vingegaards Woche in Katalonien am Ende äußerst kontrolliert wirkte. Der Däne parierte den wiederholten Druck auf den Bergetappen und im Finale in Barcelona, konterte jede entscheidende Attacke und besiegelte so das Gesamtklassement.
Für Morkov ist jedoch entscheidend, dass dieses Niveau noch nicht das Maximum darstellt. „Ich denke tatsächlich, dass er sich noch deutlich steigern kann. Er hat gerade zwei sehr, sehr harte Rennen direkt hintereinander absolviert.“
Diese Entwicklung ist zentral für Vismas Saisonplanung mit Vingegaard, zumal sowohl der Giro d’Italia als auch die
Tour de France noch anstehen.
Erholung und Höhe als Schlüssel zum nächsten Schritt
Anstatt sofort weiterzupushen, rechnet das Team damit, dass Erholung den nächsten Sprung freischaltet. „Wir kennen Jonas – wenn er jetzt die Chance bekommt, ein bisschen Zeit auf dem Sofa zu verbringen, bringt ihm das einen richtig guten Formschub.“
Daran schließt sich die Rückkehr in die strukturierte Vorbereitung an. „Dann folgt das Höhentrainingslager, und danach wird es gut.“
Jonas Vingegaard holte zwei Etappensiege bei der Volta a Catalunya 2026
Feinschliff für die größten Ziele
Mit Paris–Nizza und Katalonien bereits im Sack hat Vingegaard früh in der Saison ein Zeichen gesetzt. Intern richtet sich der Blick dennoch klar nach vorn und nicht auf das bereits Erreichte.
Die Verbindung aus Rennhärte, Erholung und Höhentraining soll ihn rechtzeitig zu den größten Saisonzielen näher an die Topform bringen.
Vorläufig bestätigt Katalonien seine Autorität. Nach Einschätzung seines Teams könnte es nur der Auftakt zu etwas noch Stärkerem sein.