Der Däne ging mit einem komfortablen Vorsprung in die Schlussetappe und wirkte trotz wiederholter Attacken auf dem Rundkurs in Barcelona nie in Gefahr, das Führungstrikot abzugeben. Stattdessen besiegelte er seinen zweiten großen Etappensieg des Jahres und untermauerte seine Frühform. „Ich bin super glücklich. Es war ein fantastischer Start ins Jahr für mich, und ich hoffe, dass es so weitergeht“, resümierte er im Ziel.
Druck gemacht, aber kein Durchkommen
Die Schlussetappe verlief alles andere als ruhig. Red Bull - BORA - hansgrohe versuchte mehrfach, das Rennen zu destabilisieren, Remco Evenepoel und Florian Lipowitz testeten Vingegaard an den Anstiegen rund um Montjuïc.
Die Angriffe kamen in Wellen, besonders im Mittelteil der Etappe, doch keiner führte zur entscheidenden Selektion. „Ich habe heute Morgen gesagt, dass der Hauptfokus auf der Gesamtwertung liegt“, erklärte Vingegaard. „Die Red-Bull-Jungs haben mich isoliert und nacheinander attackiert. Sie haben einen guten Job gemacht. Zum Glück konnte ich mich verteidigen.“
Diese defensive Kontrolle prägte den Tag. Selbst als das Feld an den Anstiegen zerfiel, blieb Vingegaard präsent und parierte jede Beschleunigung, ohne sich zu überziehen.
Eine Woche der Kontrolle
Das Fundament für den Gesamtsieg wurde früher gelegt, vor allem am Bergankunftstag, als Vingegaard seine Rivalen distanzierte und ins Führungstrikot fuhr.
Von da an agierte er dosiert statt aggressiv. Die Schlussetappe folgte demselben Muster: Der Däne ließ andere Risiken eingehen, während er seine Position konsequent absicherte.
Dahinter blieb die Gesamtwertung stabil: Lenny Martinez sicherte Rang zwei, Florian Lipowitz komplettierte nach konstanten Leistungen in den Bergen das Podium.
Vingegaard gewann in dieser Woche zwei Etappen
Teamarbeit unterstreicht Dominanz
Vingegaard hob die mannschaftliche Stärke von
Team Visma | Lease a Bike hervor, deren Kontrolle über die gesamte Woche ihn selten exponierte. „Wir hatten eine gute Ausreißergruppe und haben sie dann sehr, sehr lange richtig gut kontrolliert. Das ganze Team hat einen großartigen Job gemacht.“
Diese Unterstützung erlaubte ihm, die Schlussetappe nach seinem Drehbuch zu fahren, selbst als die Angriffe aus mehreren Richtungen kamen.
Mit Paris–Nizza bereits früh in der Saison gewonnen und nun auch Katalonien im Palmarès, richtet Vingegaard den Blick auf die nächsten großen Ziele. „Ich bin super glücklich. Es war ein fantastischer Start ins Jahr für mich, und ich hoffe, dass es so weitergeht.“
Das Debüt beim Giro d’Italia und die erneute Tour-de-France-Herausforderung rücken näher, doch vorerst verlässt Vingegaard Katalonien mit gefestigter Autorität und ungebrochener Frühform.