Mattias Skjelmose liegt weiterhin auf Gesamtrang sieben bei der
Vuelta a España 2026, doch der
Lidl-Trek-Kapitän klang nach einem weiteren brutalen Tag an der La Pandera weitaus mehr darum bemüht, überhaupt das Ziel der Rundfahrt zu erreichen.
Der Däne verlor auf der 14. Etappe rund 1:15 Minuten auf Enric Mas und Felix Gall, nachdem er abgehängt wurde, als Movistar am Schlussanstieg das Tempo anzog. Den Schaden im direkten Umfeld hielt er dennoch in Grenzen: Der sechstplatzierte Jakob Omrzel nahm ihm nur zwei Sekunden ab, und Cristian Rodriguez rückte von hinten bis auf 12 Sekunden heran.
Skjelmoses eigenes Fazit im Ziel fiel weit weniger nüchtern aus. „Es ist schrecklich. Ich verliere jedes Mal ein paar Jahre meines Lebens“,
sagte er bei TV 2 und witzelte: „Bis ich irgendwann mal heirate, wird von meiner Ehe wohl nicht mehr viel übrig sein… Der Tank ist leer.“
Und mit einer weiteren Rennwoche vor sich gab Skjelmose zu, dass seine Gedanken bereits zum Ende der Vuelta abschweiften. „Im Moment freue ich mich einfach darauf, nach Hause zu kommen“, sagte er lachend.
Eine Saison mit kaum Verschnaufpausen
Die Vuelta fällt ans Ende einer Saison, in der Skjelmose selten weit von der Spitze entfernt war. Er wurde Gesamtsiebter bei der Volta a Catalunya, anschließend Zweiter beim Amstel Gold Race und Fünfter bei La Flèche Wallonne, bevor er mit Gesamtrang sechs bei der Tour Auvergne – Rhône-Alpes in die Rundfahrten zurückkehrte.
Danach folgte eine komplette GC-Kampagne bei der Tour de France. Skjelmose beendete Paris als Gesamtsiebter und fuhr bis tief in die dritte Woche um Topresultate, mit Rang drei im Zeitfahren der 16. Etappe sowie Platz acht auf den Etappen 19 und 20.
Keine vier Wochen später stand er erneut am Start einer Grand Tour und kämpfte abermals um die Platzierungen in der Gesamtwertung. Diese Belastung setzte sich in der Vuelta selbst fort. Auf der 13. Etappe ging Skjelmose in die große Fluchtgruppe und verbrachte weite Teile des Tages in der Offensive, um Zeit gutzumachen, nur um 24 Stunden später die La Pandera in Angriff nehmen zu müssen.
Zwischenzeitlich geriet er auf Etappe 14 in den virtuellen Wertungen durch Clement Berthet unter Druck, eroberte am Schlussanstieg jedoch genügend Terrain zurück, um Platz sieben zu behaupten.
Skjelmose liegt nach Etappe 14 auf Gesamtrang 7
Die Schlusswoche steht noch bevor
Abschalten ist weiterhin keine Option. Skjelmose steckt in einem engen Duell am unteren Ende der Top 10, mit Omrzel 35 Sekunden voraus auf Rang sechs und Rodriguez nur 12 Sekunden dahinter auf Platz acht.
Immerhin wurde die 15. Etappe wegen der extremen Hitze drastisch gekürzt, von 189,7 Kilometern auf 110,2. Dennoch steht vor Madrid noch eine komplette Woche Rennkilometer an.
Später im Monat richtet Skjelmose den Blick zudem auf die Weltmeisterschaften in Montreal, wo er als einer der führenden Fahrer Dänemarks erwartet wird. Zunächst aber lautet die unmittelbare Aufgabe, eine Vuelta zu überstehen, die ihn bereits offen zugeben lässt, dass er auf Reserve fährt.