Primoz Roglic rutschte an der La Pandera von Rang zwei auf drei ab und liegt nun 2:10 hinter
Enric Mas, doch
Adam Blythe sieht für den Kapitän von Red Bull - BORA - hansgrohe vor der Schlusswoche der 2026er
Vuelta a Espana keinen Grund zur Panik.
Mas und
Felix Gall nahmen Roglic am Schlussanstieg der 14. Etappe 25 Sekunden ab, wobei Gall vier Sekunden vor den Slowenen auf Gesamtrang zwei vorrückte.
Es war ein weiterer Zugewinn für Mas nach zwei aufeinanderfolgenden Bergetappen, auf denen der Träger des Roten Trikots seinen Vorsprung ausbauen konnte, doch das 32 Kilometer lange Einzelzeitfahren von El Puerto de Santa Maria nach Jerez de la Frontera wartet noch auf der 18. Etappe.
„Ich glaube nicht, dass Primoz das allzu sehr stören wird“,
sagte Blythe bei The Breakaway auf TNT Sports. „Aber Mas wird das mit in die letzte Woche nehmen. Das ist etwas, das er und sein Team sehr, sehr positiv sehen werden.“
Red Bull kann weiterhin auf das Zeitfahren setzen
Roglic hat seine Grand-Tour-Angriffe wiederholt auf seine Stärke gegen die Uhr aufgebaut, und die 18. Etappe gewinnt nach den auf La Pandera verlorenen Sekunden noch einmal an Bedeutung.
Für Red Bull verleiht das der Schlusswoche eine andere Tonalität, als wenn Roglic außerhalb der Berge keine große Chance mehr hätte, Zeit gutzumachen. „Wir reden die ganze Zeit darüber, wir betonen es immer wieder, aber in diesem Zeitfahren erwarten wir von Primoz eine sehr, sehr starke Vorstellung“, sagte Blythe. „Ich glaube nicht, dass Primoz allzu gestresst sein wird.“
Mas nimmt daher einen Vorsprung von 2:10 auf Roglic mit in die letzte Woche, während sich Gall nach einer seiner stärksten Kletterleistungen dieses Rennens zwischen die beiden geschoben hat.
Von Roglic werden im Zeitfahren der 18. Etappe allgemein große Zeitgewinne erwartet
Gall rückt trotz Decathlon-Rückschlag vor
Galls Vorstoß gelang nur einen Tag, nachdem das Decathlon CMA CGM Team mit Gregor Mühlberger einen seiner wichtigsten Berghelfer nach einem Sturz auf der 13. Etappe verloren hatte.
Der Österreicher konterte dennoch, als das Rote Trikot an der La Pandera beschleunigte, und nahm Roglic im Ziel 25 Sekunden ab. „Vergessen wir nicht, dass sie Mühlberger verloren haben. Ein Schlüsselmann ihres Teams ist weg, aber heute nimmt er wieder Zeit ab“, sagte Blythe.
Gall liegt nun 2:06 hinter Mas und vier Sekunden vor Roglic, wobei das Zeitfahren eine ganz andere Aufgabe darstellt als das Kletterterrain, auf dem er wiederholt stark aussah. „Für Gall ist das ein Vertrauensschub, dass er Abstand zwischen sich und Roglic legen kann, wenn es nötig ist.“
Roglic geht erstmals in dieser Vuelta als Gesamtdritter in die 15. Etappe, mit 2:10 Rückstand auf Mas und dem 32-Kilometer-Einzelzeitfahren noch vier Etappen entfernt.