Matteo Jorgenson zeigte auf der brutalen sechsten Etappe von Tirreno–Adriatico eine beherzte Leistung und lancierte auf der steilen Schlussrampe eine späte Attacke. Am Ende musste sich der US-Amerikaner jedoch mit Rang drei hinter Etappensieger und Gesamtführendem Isaac del Toro zufriedengeben.
Am entscheidenden Schlussanstieg fuhr Jorgenson auf Augenhöhe mit den Topfavoriten. Im schmerzhaften letzten Kilometer setzte der 26-Jährige bei starkem Gegenwind zum Angriff an, um den Etappensieg zu holen und seine Rivalen abzuschütteln. Letztlich konnte er das mexikanische Ausnahmetalent Isaac Del Toro nicht halten und überquerte die Linie als Dritter.
„Heute lief es ziemlich gut“, resümierte Jorgenson nach der Etappe in einer
offiziellen Mitteilung seines Teams. „Wir sind mit dem Ziel gestartet, auf die Gesamtwertung zu fahren. Ich hielt es für am klügsten, am Schlussanstieg anzugreifen, zumal in den letzten zehn Kilometern starker Gegenwind stand. Leider hatte ich nicht die Beine wie gestern, aber Isaac war schlicht der Stärkste. Ich bin dem Team für die Unterstützung dankbar und freue mich über das Podium.“
Stolz auf die Teamleistung
Wout van Aert, der vor den steilsten Rampen für seinen US-Teamkollegen die Weichen stellen wollte, wertete den Tag ebenfalls als Schritt nach vorn.
„Ich habe mich heute gut gefühlt“, sagte Van Aert. „Ziel war es, Del Toro zu isolieren und am Ende um den Gesamtsieg zu kämpfen. Der Schlussanstieg war jedoch zu hart und wurde zum echten Mann-gegen-Mann-Duell. Ich habe versucht, eine Lücke zu reißen, um Matteo im letzten Kilometer zu unterstützen, aber leider hat es nicht geklappt.“
Team Visma | Lease a Bike-Renncoach Jesper Morkov lobte die taktische Ausführung und den offensiven Auftritt der Mannschaft, auch wenn am Ende der oberste Podiumsplatz fehlte.
„Wir sind heute sehr gut als Team gefahren. Wir waren den ganzen Tag über gut positioniert und hatten mit Timo in der frühen Fluchtgruppe eine zusätzliche Karte für später im Rennen“, fasste Morkov zusammen. „Auf den kurzen Anstiegen vor dem Finale haben wir das Rennen hart gemacht, letztlich lief es aber am letzten Berg auf ein Duell der Favoriten hinaus. Matteo war sehr stark, aber Del Toro war noch stärker.“