„Ihr erfindet das, diese Artikel tun weh“ – Elisa Longo Borghini kontert Medienberichterstattung über UAE und Paula Blasi

Radsport
Mittwoch, 05 August 2026 um 14:00
ElisaLongoBorghini_GiroDonne2025
Elisa Longo Borghini hat UAE Team L’IMAD und Teamkollegin Paula Blasi vehement gegen Berichte über Spannungen im Team bei der Tour de France Femmes verteidigt.
Fragen, ob Blasi eine Kapitänsrolle erhalten sollte, sowie Gerüchte über einen möglichen Abgang der jungen Spanierin zum Saisonende haben Spekulationen über die Stimmung im UAE-Lager angeheizt.
Nach dem Zeitfahren der 4. Etappe darauf angesprochen, machte Longo Borghini ihren Ärger kaum geheim. „Ich möchte eines sagen: Ihr erfindet etwas und bläht es zu etwas viel Größerem auf, als es ist. Es geht uns gut“, betonte die Italienerin.
Besonders verärgert war Longo Borghini darüber, wie die Berichte Team und Beteiligte darstellen. „Manchmal sollte man sich erinnern, dass wir Menschen sind“, sagte sie. „Es ist nicht schön, auf Instagram all diese dummen Artikel zu sehen, die ihr schreibt, in denen steht, wir hätten keine gute Stimmung und ihr uns darstellt, als wären wir ein Scheiß-Team. Das tut weh.“
Die Italienische Meisterin mahnte zudem, die Auswirkungen auf Blasi zu bedenken, eine der jüngsten Fahrerinnen im Peloton und eine der Entdeckungen dieser Saison. „Ihr solltet auch an Paula denken und daran, wie sie sich fühlen könnte“, führte Longo Borghini aus. „Ich bin sicher, es ist nicht schön, zum Abendessen zu kommen und zu wissen, dass diese Artikel kursieren. Achtet auch auf den Menschen dahinter.“

Technischer Defekt kostet Longo Borghini Zeit

Longo Borghini berichtete zudem, dass ihr eigenes Zeitfahren in den Schlusskilometern durch ein technisches Problem beeinträchtigt wurde.
Der UAE-Kapitänin sprang rund zwei Kilometer vor dem Ziel die Kette ab, sie musste das Rad wechseln und verlor weitere Sekunden auf Etappensiegerin Marlen Reusser und die übrigen Anwärterinnen im Gesamtklassement.
„Ich hatte mit zwei Kilometern verbleibend ein technisches Problem und musste das Rad wechseln“, erklärte sie. „Ich bin nicht super glücklich, aber ich muss es akzeptieren. So etwas passiert. Meine Kette ist abgesprungen und ich musste wechseln. Das hat meine Endzeit verschlechtert.“
Trotz des Rückschlags zeigte sich Longo Borghini mit Blick auf die anspruchsvolleren Etappen zuversichtlich. „Ich bin in guter Form und fühle mich gut. Ich verbuche das als schlechten Tag, morgen gibt es die nächste Chance.“
Durch den Defekt hat Longo Borghini im Gesamtklassement Zeit gutzumachen, doch ihre deutlichste Botschaft in Dijon galt der Berichterstattung rund um ihr Team und deren Wirkung auf Blasi.
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