„Ich wusste, dass dieser Tag früher oder später kommen würde“ – à la Pogacar, Jakob Omrzel hinterlässt seinen Stempel in den Bergen von La Vuelta

Radsport
Donnerstag, 03 September 2026 um 22:00
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Jakob Omrzel gilt als großes Talent im Profi-Peloton. Er wurde in diesem Jahr Profi, gut zwölf Monate nach seinem Sieg beim U23-Giro d'Italia. Lange ließ der Slowene in den Grand Tours nicht auf sich warten: Er feierte seinen ersten Sieg dort früher, als es Tadej Pogacar einst gelungen ist.
Bahrain - Victorious brachte drei Fahrer in die Ausreißergruppe und zielte auf den Etappenerfolg am Calar Alto, dem ersten von zwei Bergetappen der zweiten Vuelta-Woche. Gleichzeitig war der Slowene die größte GC-Figur in der Spitze, als Zehnter der Gesamtwertung am Start.
Dennoch wurde er den Tag über nicht konsequent verfolgt und kletterte dank starker Beine und perfektem Timing im Klassement. In einer Fluchtgruppe mit fast drei Dutzend Fahrern war Omrzel der Stärkste.

Omrzel fährt solo zum Durchbruchssieg

Am Alto de Velefique deuteten sich seine Qualitäten bereits an, doch am zweiten harten Anstieg zum Calar Alto ließ er keine Zweifel. Der 20-Jährige distanzierte die Konkurrenz am steilsten Abschnitt und fuhr souverän zum Sieg.
„Ich bin nicht völlig überrascht, weil ich weiß, wie ich dafür gearbeitet habe, und mir klar war, dass dieser Tag früher oder später kommt“, sagte er im Ziel. „Aber bei meiner ersten Grand Tour hatte ich nicht unbedingt damit gerechnet.“
„Ich habe mich heute richtig gut gefühlt, und das tue ich immer noch. Ich bin nicht im Eimer, nicht müde. Keine Ahnung, ich genieße einfach gerade den Moment.“
Jakob Omrzel fuhr heute bei der Vuelta zu seinem ersten Grand-Tour-Sieg 
Jakob Omrzel fuhr heute bei der Vuelta zu seinem ersten Grand-Tour-Sieg 

Bahrain kocht den perfekten Plan

Bahrain - Victorious ließ Santiago Buitrago seine Gesamtwertung fallen und auf die Bergwertung gehen. Das untermauerte er heute mit vielen Punkten und Rang drei am Schlussanstieg.
Pello Bilbao war gemeinsam mit dem Duo an der Spitze vertreten. Damit schickte das Team effektiv seine komplette Kletterfraktion in eine Ausreißergruppe, die sich als äußerst erfolgreich erwies.
Trotz unterschiedlicher Ziele von Omrzel und Buitrago musste keiner für den anderen Abstriche machen. „Wir verstehen uns im Team sehr gut. Wir arbeiten gut zusammen – als würden wir PlayStation spielen. Ich bin wirklich stolz auf unsere Fahrweise.“
Mit diesem Coup kletterte Omrzel auf Rang sechs der Gesamtwertung, nachdem er über fünf Minuten auf Oscar Onley gutgemacht hat. Dessen Weißes Trikot könnte nun in Reichweite rücken.
Zudem bestreitet er wie Landsmann Tadej Pogacar seine erste Grand Tour bei der Vuelta und gewann seine erste Grand-Tour-Etappe in Spanien. Er tat dies sogar jünger als sein Landsmann, der in der vergangenen Woche aufgeben musste. „Solche Statistiken sagen nicht allzu viel, aber schön ist es natürlich“, schloss er ab.
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