Jonas Vingegaard feierte aufeinanderfolgende Gipfelsieg-Erfolge am Corno alle Scale auf der 9. Etappe des Giro d’Italia 2026. Vieles sprach für den Dänen, sollte die Etappe unter den GC-Fahrern entschieden werden. Doch
Team Visma | Lease a Bike bekam heute einen weiteren unerwarteten Hauptdarsteller: Neuzugang
Davide Piganzoli sprintete zu Rang drei im Ziel.
Bislang wurde der Italiener vor allem als vorletztes Glied in Vingegaards Bergzug vor Sepp Kuss eingesetzt. Am Sonntag jedoch war sein Dienst nicht gefragt, da Decathlon CMA CGM das Tempo diktierte. So konnte Piganzoli Körner sparen und auf eigenes Ergebnis fahren.
Piganzoli überrascht: Podium hinter Vingegaard am Corno alle Scale
Gegenüber Eurosport erklärte er, die Leistung sei für ihn keine Überraschung gewesen: „Ich habe mich in den letzten Tagen sehr gut gefühlt“, sagte Piganzoli, der betonte, dass sein Team ursprünglich nicht auf den Etappensieg spielte. „Wir sind nicht auf Sieg gefahren, aber wir waren im Finale gut positioniert, weil der Vorsprung der Ausreißer nicht so groß war.“
Als der Etappensieg greifbar wurde, setzte Visma natürlich bereitwillig einige Helfer vorne ein, um das Tempo hochzuhalten, sobald Decathlon personell dünn wurde. „Am Schlussanstieg haben wir das Tempo gemacht [mit Tim Rex, Bart Lemmen und Victor Campenaerts]. Sepp (Kuss) hat für Jonas großartige Arbeit geleistet. Dann attackierte Gall und Jonas konnte mitgehen.“
Nur zur Absicherung
Als die großen Namen vorne weg waren, schien Piganzolis Arbeit für den Tag erledigt. Doch der 23-jährige Kletterer hatte andere Pläne und blieb am Hinterrad von Thymen Arensman.
„Ich wollte in Jonas’ Nähe bleiben, falls er ein technisches Problem bekommt. Hinter uns war kein Wagen“, erklärte Piganzoli, der mit seinem Resultat sichtlich zufrieden war. „Ich bin super glücklich!“
Während Vingegaard mit überzeugendem Tritt Boden auf den aktuellen Gesamtführenden Afonso Eulálio gutmacht und nun Gesamtzweiter ist, katapultiert Piganzolis Coup vom Sonntag ihn auf Rang 13 der
Gesamtwertung. Der Italiener liegt über sechs Minuten hinter Eulálio und 3:37 hinter Vingegaard.