Florian Lipowitz kehrt nächste Woche ins Renngeschehen zurück, nachdem er bei der Tour de France gestürzt und sich das Schlüsselbein gebrochen hatte. Nach einer Operation startet der Deutsche nächste Woche für Red Bull - BORA - hansgrohe, hat aber für später im Monat größere Ziele.
Lipowitz’ Podiumsträume zerplatzten
auf der 16. Etappe der Tour im Zeitfahren, als er in einer scharfen Kurve die Haftung verlor und hart stürzte. Nach dem Eingriff nahm er Anfang August das Training wieder auf.
Red Bull bestätigte, dass er sein Comeback beim Giro della Toscana in Italien gibt, seinem ersten Eintagesrennen der Saison. Nach einem zähen Reha-Start verlief der Fortschritt in den vergangenen Wochen laut Lipowitz deutlich besser.
„Die ersten Tage nach der Operation gingen vor allem darum, die nötige Ruhe zu bekommen. Wieder mit dem Training beginnen zu können, war ein wichtiger Schritt“,
sagte Lipowitz.„Natürlich merkt man nach so einer Pause, dass noch einiges fehlt. Aber ich konnte von Einheit zu Einheit Fortschritte spüren.“
Florian Lipowitz Tour de France 2026 Etappe 6
Lipowitz freut sich über Rennrückkehr
Hauptmotivation ist es, das Renngefühl mehr als sechs Wochen nach seinem Tour-Aus zurückzubekommen. Ohne auf Ergebnisse zu schielen, hofft Lipowitz, seine Form wiederzufinden, bevor er die späten Saisonziele ernsthaft anpeilt.
„Am meisten freue ich mich darauf, mir wieder eine Startnummer anzustecken und zu fahren. Nach sieben Wochen ohne Wettkampf kann ich nicht genau wissen, wo ich stehe“, sagte er.
„Genau das wollen wir herausfinden. Für mich geht es in diesen ersten Rennen nicht um Resultate. Ich will sehen, wie mein Körper auf die Rennbelastung reagiert, in den Rhythmus kommen und dann gemeinsam mit dem Team entscheiden, was in dieser Saison noch möglich ist.“
WM-Teilnahme?
Die Weltmeisterschaften drängen sich auf, und da Tadej Pogacar derzeit fraglich ist, seinen Regenbogentitel zu verteidigen, eröffnet sich die Chance auf einen neuen Weltmeister.
Für Lipowitz ist das WM-Thema ein Abwägen, das an ihm nagen wird, solange die Form unklar ist – er betont, keinen Platz im Team blockieren zu wollen, wenn er nicht topfit ist.
„Natürlich ist die
Weltmeisterschaft ein Rennen, das mich reizt. Aber eines ist auch klar: Wenn meine Form nicht gut genug ist, will ich keinem anderen Fahrer den Platz wegnehmen“, fügte er hinzu.
„Wir haben viele starke deutsche Fahrer, die gut zum Kurs in Montréal passen. Ich möchte die ersten Rennen abwarten und ehrlich schauen, wo ich stehe. Wenn die Form da ist, würde ich sehr gern die WM fahren – aber ich setze mich damit aktuell nicht unter Druck.“