Es stehen zwar noch neun Etappen beim diesjährigen Giro d’Italia aus, doch
Unibet Rose Rockets’ Sprint-Mentor
Marcel Kittel wird nicht mehr dabei sein. Der deutsche Coach verließ Italien am zweiten Ruhetag und setzt seine Arbeit aus der Ferne fort, während das Team um Dylan Groenewegen die letzten beiden Massensprints in Milano und Roma ins Visier nimmt.
Kittel verlässt den Giro: Sprintraketen setzen Arbeit ohne ihren Mentor fort
„Ich sitze aktuell in meinem Sprint-Kontrollraum“, sagte Kittel über die
Teamkanäle. „Wir haben schon vor einiger Zeit entschieden, dass ich den Giro d’Italia am zweiten Ruhetag verlasse. Der Sprintzug läuft, die Jungs wissen, was zu tun ist, und ich kann meine Vorbereitungsarbeit als Sprintcoach auch von zu Hause aus erledigen. Sportlich ist alles in sehr guten Händen bei den übrigen sportlichen Leitern, die noch in Italien sind. Deshalb bin ich überzeugt, dass die Jungs weiter auf dem aufbauen, was wir gemeinsam gestartet haben.“
Das klare Ziel der Unibet Rose Rockets für ihr Grand-Tour-Debüt war und ist ein Etappensieg. Im Idealfall über ihren Sprinter Groenewegen, der den gesamten Frühling in starker Form unterwegs war. Und auch bei der Corsa Rosa, belegt durch einen Podestplatz in Sofia.
„Ich habe meine anderen Familienmitglieder in Italien zurückgelassen. Gemeinsam mit allen Rocketeers haben wir an unserer Giro-Mission gearbeitet. Wir waren so nah dran. Kommt dieser Sprint-Sieg noch? Heute hätte es eine weitere Chance sein können, und danach werden in Milano und Roma noch Sprintmöglichkeiten erwartet. Ich werde zu Hause anfeuern und so laut schreien, dass man mich bis nach Italien hört.“
Überlebenskampf in den Bergen
Bevor der Rockets-Zug wieder Fahrt aufnehmen kann, muss das Team sicherstellen, dass ihr Sprinter die Hochgebirge übersteht. In dieser Hinsicht werden die Etappen 14 und 19 mit mehreren brutalen Anstiegen an beiden Tagen entscheidend. Doch wenn Groenewegen und das gesamte Team innerhalb des Zeitlimits bleiben, ergibt sich die nächste Chance, ihren Coach stolz zu machen.
Dylan Groenewegen beim Giro d’Italia 2026
„Wir haben für jeden Tag ein sehr klares Ziel. Daraus ergibt sich ein sehr klarer Plan, und wir haben sehr klare Rollen. Die Abstimmung ist wirklich wichtig. Danach gehen wir ins Detail. Die Team-Meetings sind rund 30 Seiten lang, mit allen Details zum Finale.“