Wout van Aert hofft, dass Tadej Pogačar nicht den idealen Weg zur diesjährigen Tour de France gewählt hat – ganz sicher ist er sich aber nicht. Als Schlüsselfigur von Team Visma | Lease a Bike für das Ziel, Jonas Vingegaard zum dritten Toursieg zu führen, will das niederländische Team die Dominanz des UAE Team Emirates – XRG in der Rundfahrt brechen.
Pogačar hat die vergangenen beiden Ausgaben der Grand Tour in überlegener Manier gewonnen, Vingegaard wurde jeweils Zweiter. Der 27-Jährige fährt allerdings das ganze Jahr auf höchstem Niveau und ist es gewohnt, im Frühjahr auf dem Kopfsteinpflaster vorne mit Van Aert zu kämpfen.
Und der Belgier, der Pogačar im April im Zweiersprint bei Paris-Roubaix knapp bezwang, zweifelt nicht daran, dass Pogačar genau weiß, was er tut. Der Slowene verzichtete in dieser Woche auf die Tour Auvergne-Rhône-Alpes und startet stattdessen am 17.06. bei der Tour de Suisse – ein Rennen, das er noch nie gewonnen hat.
Wout van Aert reagiert auf Kritik an Pogačar
Auf die Frage, ob er glaube, Pogačar habe die falsche Tour-Vorbereitung gewählt, meinte Van Aert: „Hoffentlich stimmt das für uns!“
lächelte Van Aert – und wischte die These damit fast beiseite.
Die diesjährige Tour de France hat eine Debatte über die optimale Vorbereitung entfacht und sorgt bei den Fans für einen spannungsgeladenen Aufbau bis zum großen Rennen.
Alle vier Topfavoriten haben unterschiedliche Wege bis zum Grand Départ am 04.07. gewählt. Vingegaard fuhr den Giro d’Italia, Paul Seixas ist mit Van Aert bei der Rundfahrt in Frankreich am Start, während Remco Evenepoel vor der Tour gar nicht mehr Rennen bestreitet.
Vorbereitung der Topfavoriten für die Tour de France 2026
| Tadej Pogacar | Tour de Suisse (17.–21.06.) |
| Jonas Vingegaard | Giro d’Italia (08.–31.05.) – Gesamtsieg |
| Paul Seixas | Tour Auvergne-Rhône-Alpes (07.–14.06.) |
| Remco Evenepoel | Keine Rennen – Höhentraining |
| Florian lipowitz | Tour of Slovenia (17.–21.06.) |
Van Aert ist jedoch sicher, dass Pogačar in Barcelona bereit sein wird: „Ich denke, Tadej ist mit Abstand der Fahrer, den ich kenne, der sich am besten rein über Training vorbereitet.“
„Wenn man sieht, wie stark er in den Klassikern ist, obwohl er kaum Rennen fährt. Ich glaube, sie [Anm. UAE Team Emirates – XRG und seine Trainer] wissen, was sie tun.“
Für Van Aert selbst verlief die Rückkehr ins Rennprogramm in Südostfrankreich bislang zäh. Nach einem Trainingssturz in der Vorwoche tat er sich auf den ersten drei Etappen schwer, setzte aber mit einem starken Massensprint hinter dem Ausreißersieg von Quinn Simmons am Mittwoch ein Ausrufezeichen.