„Es ist besser, als vor Leuten zu pinkeln“: Jonas Vingegaard erkennt in Victor Campenaerts’ „Pinkel-Flaschen“ eine gewisse Eleganz

Radsport
Freitag, 22 Mai 2026 um 8:30
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Während das Wetter an Italiens Westküste den Teilnehmern des Giro d’Italia in den vergangenen Tagen wohlgesonnen war, zog ein Sturm durch das Peloton. Gemeint ist keine Wetterlage, sondern eine Debatte, ausgelöst durch einen einzigen UCI-Kommissärsbericht nach der 9. Etappe. Die UCI hat genug von den sogenannten „Pee-Bidons“ und Schritte eingeleitet, um diese Praxis zu unterbinden, deren Erfinder Victor Campenaerts von mehreren Fahrerkollegen genannt wird.
„Wir fahren mit den Rädern durchs ganze Land“, erklärte Campenaerts in seinem Vlog als Reaktion auf die Diskussion. „Und ich denke, in den meisten Ländern ist es gesetzlich verboten, in der Öffentlichkeit zu urinieren. Zudem stehen viele Menschen am Straßenrand. Meine Lösung war, in die Flasche zu machen, um nicht in jemandes Vorgarten oder neben die Leute am Straßenrand zu pinkeln.“

Sturm im Giro-Peloton: UCI greift gegen Pee-Bidons durch

Laut Campenaerts ging es nie darum, Anstoß zu erregen, da diese „biologischen Waffen“ an die Teamwagen zurückgegeben und nicht ins Publikum geworfen würden. „Nur gute Absichten“, fügte er an. „Leider haben wir keine Pinkelzone oder Toiletten am Straßenrand wie im Triathlon.“
Zu den Gerüchten, er sei der Urheber der Technik, hatte der Belgier wenig Probleme zuzugeben, dass diese nicht unbegründet sind: „Der Vorwurf, ich sei der Erfinder, könnte stimmen“, sagte er. „Aber es ist jetzt verboten, also wird man mich das nie wieder machen sehen. Passiert nicht mehr.“
Campenaerts legte das Thema anschließend zwei Teamkollegen von Visma | Lease a Bike vor. Jonas Vingegaard wurde um eine klare Antwort gebeten: Flaschen, ja oder nein?
„Nun, für mich persönlich: Ich mache das nicht“, antwortete Vingegaard und merkte an, dass dies vielleicht nicht die schlechteste Art sei, seinen „Abfall“ zu entsorgen.
„Es ist besser, als vor Leuten zu pinkeln, würde ich sagen“, ergänzte er. „Weil sie nicht dein … Ding sehen können.“
Sepp Kuss näherte sich dem Thema mit einer spielerischen Anekdote: „Ich habe einmal gesehen, wie jemand mitten in einer Königsetappe der Tour de France in eine Trinkflasche gepinkelt hat“, sagte er.
Laut dem US-Amerikaner waren die Zuschauer eher beeindruckt als schockiert. „Ich glaube nicht“, sagte er. „Wenn irgendwer gesehen hätte, was da passierte, wäre er ehrfürchtig gewesen ob der Fertigkeit, Sauberkeit, Hygiene.“
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