Einst ein gefürchteter Zeitfahrspezialist – und bis heute in der Disziplin stark –, kann
Wout Van Aert mit Rang 8 im Auftaktzeitfahren der Vuelta a España 2026 nicht rundum zufrieden sein. Der Kurs in Monaco war außergewöhnlich, während die Distanz von 9,4 Kilometern vielen Rivalen Van Aerts in die Karten spielte. Und doch peilte der Fahrer von Visma - Lease a Bike klar den Anschluss an
Tagessieger Tadej Pogacar an – mit Blick auf das Rote Trikot.
Das F1-Stadtkurs-Feeling war besonders
In seiner Analyse nach dem Ziel räumte der Belgier ein, dass der einzigartige Kurs in Monaco zwar schön, ihm stellenweise aber zu technisch gewesen sei.
„Was habe ich vom Kurs gehalten? Die Umgebung war sehr speziell; es war etwas Besonderes, hier auf abgesperrten Straßen und dem F1-Kurs zu fahren. Das habe ich auch genossen. Aber an gewissen Stellen war es zu technisch und grenzwertig, etwa wegen des Parks und des Yachthafens.“
Den leicht enttäuschenden Ausgang wollte der Belgier dennoch nicht den Streckenplanern anlasten. „Nein, das ist absolut keine Ausrede. Ich bin mit meinem Zeitfahren einfach zufrieden, und das muss ich auch sein. Ich habe alles gegeben, aber ich weiß, dass ich in den Kurven Zeit verloren habe“, sagte er. „Dort bin ich ein wenig weniger Risiko gegangen, aber das ist meine eigene Entscheidung. Die Beine fühlten sich gut an, also noch einmal: Damit bin ich zufrieden.“
Alle Augen auf das Rote Trikot
Aktuell liegt Wout Van Aert in der
Gesamtwertung 9 Sekunden hinter Tadej Pogacar und hofft, nach der
zweiten Etappe von Monaco nach Manosque die Führung zu übernehmen. Das wellige Profil dürfte für reine Sprinter zu hart werden, womöglich läuft es dann auf ein Duell mit Mads Pedersen um die 10 Bonifikationssekunden hinaus. Oder Tadej Pogacar dreht das Skript komplett.
Wout Van Aert im Ziel der 1. Etappe der Vuelta a España 2026
„Ich wollte auf jeden Fall innerhalb dieses Rahmens bleiben“, ergänzte Van Aert. „Natürlich bin ich auf Sieg gefahren, aber nahe dran zu sein, ist ebenfalls zufriedenstellend.“