„Ich war nicht weit von Jonas Vingegaard entfernt“ – Kevin Vauquelin frustriert über mangelnde Zusammenarbeit bei Paris–Nizza

Radsport
Donnerstag, 12 März 2026 um 19:00
Kevin Vauquelin
Kevin Vauquelin zeigte sich nach einem verpassten Schlüsselmoment in der jüngsten Etappe von Paris–Nizza frustriert. Der Franzose erklärte, dass Zögern in der Gruppe eine potenziell entscheidende Rennsituation zunichtemachte.
Der INEOS Grenadiers-Profi agierte aktiv auf einer schnellen, aggressiven Etappe, auf der das Rennen früh explodierte. Das hohe Tempo und ständige Angriffe führten zu genau dem Chaos, auf das Vauquelin und sein Team gesetzt hatten. So konnten sie Kräfte sparen und sich für die selektiven Anstiege später im Rennen positionieren.
„Es ging von Beginn an richtig schnell los, was uns eigentlich ganz gut lag“, erklärte Vauquelin nach der Etappe bei Cycling Pro Net. „Wir wollten ein animiertes Rennen mit viel Bewegung, und so mussten wir selbst nicht zu viel Energie investieren.“

Verpasste Chance im Schlüsselmoment

Der Plan ging lange auf. Mit Teamkollege Joshua Tarling voraus konnten Vauquelin und seine Mannschaft den entscheidenden Anstieg aus starker Position angehen, ohne jede Attacke selbst kontern zu müssen.
Dann kam der Moment, als sich das Rennen unter den Favoriten aufzuspalten begann. „Ich war zwischenzeitlich nicht weit von Jonas Vingegaard entfernt“, sagte Vauquelin.
Statt nachzusetzen, zögerten jedoch die Fahrer in der Gruppe. „Man schaute sich eher an, als wirklich zu fahren.“
Diese Unentschlossenheit ermöglichte es den Verfolgern, wieder aufzuschließen und eine potenziell rennentscheidende Aktion zu neutralisieren.

Angriffe, die den Falschen halfen

Nach der erneuten Gruppenbildung flammten die Angriffe wieder auf, die Dynamik wurde noch unübersichtlicher. „Leider kamen die Gruppen mit Steinhauser und Martinez zurück, was uns nicht wirklich half“, so Vauquelin.
Zugleich verschärften wiederholte Antritte von Lenny Martinez zwar das Tempo, führten aber nicht zu einer stabilen Ausreißergruppe. „Lenny war sehr stark und hat mehrmals attackiert“, erklärte er. „Ich glaube, das war vielleicht nicht ideal, denn es erzeugte viele Tempowechsel und half den Fahrern, die nicht mitarbeiten wollten.“
Aus Vauquelins Sicht spielten diese wiederholten Beschleunigungen eher den passiveren Fahrern in die Karten, statt eine klare Selektion zu erzwingen.

Ermutigende Signale trotz Müdigkeit

Trotz der Enttäuschung über die entgangene Chance zog Vauquelin nach einem weiteren fordernden Tag positive Lehren aus seiner Leistung.
Nur einen Tag nach einer weiteren harten Etappe machte sich gegen Schluss die Müdigkeit bemerkbar. „Die Beine waren nicht schlecht“, sagte er. „Klar, am Ende habe ich gemerkt, dass ich gestern schon einen großen Tag hatte.“
Dennoch sieht sich der Franzose im Rennverlauf klar unter den stärksten Fahrern. „Ich bin weiterhin zufrieden mit meinen Beinen. Ich denke, ich gehöre hier wirklich zu den stärkeren Fahrern.“
Mit mehreren verbleibenden Etappen hofft Vauquelin, seine Form noch in ein Ergebnis ummünzen zu können. „Jetzt kommen noch ein paar Etappen, also ist das Ziel, weiter zu steigern und es noch besser zu machen.“
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