Nach einer katastrophalen Auftaktetappe braucht Joao Almeida (UAE Team Emirates - XRG) ein starkes Comeback, um bei der Tour de Suisse 2025 wieder in den Kampf um das Gesamtklassement einzugreifen. Auf der dritten Etappe gelang dem Portugiesen zumindest ein kleiner Achtungserfolg: Er holte sechs Sekunden auf seine Konkurrenten heraus und belegte im Ziel den zweiten Platz hinter Etappensieger Quinn Simmons.
„Es war super schnell heute. Es war ziemlich hart und ich habe beschlossen, es zu versuchen“, erklärte Almeida nach dem Rennen. „Ich denke, sechs Sekunden in drei Minuten sind nicht viel, aber ja, ich habe mein Bestes gegeben.“
Zwar war der Etappensieg für Almeida außer Reichweite – Simmons hatte sich aus einer Ausreißergruppe gelöst und hielt sich souverän an der Spitze –, doch im Duell der Klassementfahrer war der UAE-Kapitän klar der Stärkste. Im letzten Kilometer attackierte er entschlossen, konnte sich absetzen und machte dadurch zumindest einen symbolischen Schritt nach vorn.
„Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass Quinn Simmons noch vorne war, denn er hätte den Sprint der GC-Jungs gewonnen“, so Almeida weiter. „Ja, es ist wie es ist.“
Almeidas Rückstand auf die Spitze bleibt dennoch deutlich. Doch seine Leistung auf der dritten Etappe und die Entschlossenheit im Finale zeigen, dass der Portugiese seine Ambitionen noch nicht aufgegeben hat. Die kommenden Bergetappen könnten nun zur entscheidenden Bühne für eine späte Aufholjagd werden.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.