Die Elite der Frauen bei den belgischen Cyclocross-Meisterschaften endete für Laura Verdonschot früh und schmerzhaft. Sie gab das Rennen außerhalb der Top Ten auf und beendete damit abrupt ihren letzten Auftritt bei nationalen Titelkämpfen.
Verdonschot scheidet bei Cross‑DM aus – Sorge um Leistenarterie wächst
Verdonschot hatte in Beringen auf einen letzten starken Auftritt vor heimischem Publikum gehofft, doch das Rennen glitt ihr schnell aus den Händen. Als das Podium außer Reichweite war, stieg sie in der Kälte ab und beendete ihren geplanten letzten Start bei belgischen Meisterschaften.
„Wir hatten auf einen guten Tag gehofft, aber es war zu wechselhaft. In Hofstade hatten wir dank ihres vierten Platzes Hoffnung“, sagte er. „Jetzt habe ich das Gefühl, dass die Kälte einen stärkeren Einfluss auf ihre Leistenarterie hat. Das ist wirklich sehr unglücklich für Laura, sehr bitter.“
Ein wachsendes Problem im Cyclocross
De Korts Worte fanden im Cyclocross sofort Widerhall. Probleme an der Leistenarterie zählen zu den meistgefürchteten medizinischen Themen der Disziplin – und erst vor wenigen Tagen beendeten sie eine gesamte Karriere.
Eli Iserbyt bestätigte diese Woche seinen Rücktritt, nachdem ihm ärztlich geraten wurde, den Radsport auch hobbymäßig einzustellen. In einer Botschaft auf Instagram erklärte der Belgier: „In den vergangenen Wochen habe ich von mehreren Ärzten die Nachricht erhalten, dass es für mich medizinisch nicht mehr ratsam ist, Rad zu fahren – weder hobbymäßig noch auf hohem Niveau.“ Er ergänzte: „Ich habe die schönen Momente immer mit euch geteilt, aber jetzt wollte ich die schlechten teilen: Leider ist es mir nicht mehr möglich, meine Karriere fortzusetzen.“
Iserbyts Entscheidung folgte einem langen Kampf mit einer Problematik an der Leistenarterie, die bereits mehrere Saisons beeinträchtigt hatte. Zunächst fuhr er damit weiter, ließ sich operieren, stieg wieder ins Training ein, benötigte dann weitere Eingriffe, als das Problem zurückkehrte. Schließlich hieß es, dass Wettkampf oder ernsthaftes Training nicht länger möglich seien.
Die Verletzung reduzierte die Durchblutung und das Gefühl im linken Bein und schränkte seine Leistung zunehmend ein, bis die Ärzte rieten, komplett aufzuhören.
Verdonschots Situation ist anders, aber der Verweis auf ihre Leistenarterie weckte sofort Sorgen – zumal Iserbyts Verlauf sich rasch von einem Leistungsproblem zu einer karrierebeendenden Diagnose entwickelte.
Für Verdonschot war das Timing besonders hart. Es sollte ihr letztes belgisches Meisterschaftsrennen werden, in der eigenen Provinz – stattdessen endete es mit einem frühen Ausstieg und offenen medizinischen Fragen.
Ob ihr Problem vorübergehend oder gravierender ist, bleibt abzuwarten. Klar ist: In einem Sport, der bereits durch Iserbyts Rücktritt erschüttert wurde, wiegt jeder Hinweis auf Leistenarterien-Probleme schwer. Verdonschots Worte und De Korts Sorge fügen diesem wachsenden Kapitel eine weitere beunruhigende Facette hinzu.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
🇧🇪 Marion Norbert Riberolle a remporté son deuxième titre de championne de Belgique élite #cyclocross consécutif à Beringen. Fleur Moors a pris la 2e place devant Kiona Crabbé
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