„Ich habe das Gefühl, dass ich viel zu lange gebraucht habe, um hierher zu kommen“ – Remco Evenepoel steht endlich vor seinem Debüt bei der Flandern-Rundfahrt

Radsport
Sonntag, 05 April 2026 um 12:45
Remco Evenepoel
Remco Evenepoels Debüt bei der Flandern-Rundfahrt ist eine der großen Geschichten der belgischen Klassikerwoche. Mit 26 Jahren stellt sich der Olympiasieger erstmals den Kopfsteinpflasterpassagen des flämischen Monuments, wo Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel seine Hauptgegner sind. Am Start sprach Evenepoel mit Cycling Pro Net über Gefühle, Kindheitserinnerungen und Ziele vor einer der anspruchsvollsten Aufgaben seiner Karriere.
“Es ist unglaublich. Seit ich ein sehr kleines Kind war, habe ich dieses Rennen immer geschaut. Ich habe ganz in der Nähe des Bosberg gewohnt, der in früheren Ausgaben das Finale war. Ich glaube, das ist etwas, das immer in mir war, und endlich hier am Start zu stehen, ist unglaublich. Ich habe das Gefühl, es hat zu lange gedauert, bis ich hier bin.”
Warum er die Flandern-Rundfahrt bisher nicht gefahren ist, erklärte er so: “Ich denke, das waren Entscheidungen innerhalb des Teams und auch andere Ziele in vergangenen Saisons. Aber jetzt ist der Zeitpunkt richtig.”
Evenepoel erinnerte auch an einen früheren Gedanken zum Fahren auf Kopfsteinpflaster: “2022, nach dem Brabantse Pijl, als ich über die Pflasterpassagen gefahren bin, habe ich gesagt, dass die Fahrer, die dort Rennen fahren, verrückt sind. Und jetzt werde ich einer von ihnen sein, in einem der berühmtesten Eintagesrennen der Welt.”
Zu seinen Erwartungen beim Debüt blieb der Belgier vorsichtig: “Es wird für mich eine große Entdeckung sein, auf diesen Straßen zu fahren. Ich kenne sie vom Training, aber Rennen sind etwas völlig anderes. Wir werden sehen, wie es läuft, aber ich denke, ich bin vorbereitet. Ich habe genug Streckenbesichtigungen gemacht und das Rennen oft geschaut, wie Mathieu, Wout und Tadej hier fahren. Ich glaube, ich bin bereit für alles, was kommt.”

Evenepoels Strategie

Zur Strategie wurde Evenepoel beim Thema Energiehaushalt und Positionierung deutlich: “Wir müssen so sparsam wie möglich ins Finale kommen, was in diesem Rennen schwierig ist. Wir sollten mit so vielen Teamkollegen wie möglich in den entscheidenden Abschnitt einfahren. Ab dem zweiten Anstieg des Kwaremont entscheidet nur noch die Beine.”
Der Belgier verwies zudem auf die möglichen Rennbedingungen: “Mit dem Wind kann das Finale sehr früh beginnen und sehr lang werden. Sobald wir ins Pflaster fahren, müssen wir voll fokussiert sein und auf jeden Sektor vorbereitet. Wir wissen, was wir zu tun haben.”
Schließlich zögerte Evenepoel nicht, als er nach seinen Siegchancen bei seinem Flandern-Debüt gefragt wurde: “Ja.”
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