„Ich gewinne nicht sehr oft“: Felix Gall feiert seltenen Sieg auf der Königsetappe der Burgos-Rundfahrt und übernimmt die Gesamtführung

Radsport
Freitag, 07 August 2026 um 6:00
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Felix Gall hat auf der Königsetappe der Vuelta a Burgos eine dominante Vorstellung abgeliefert, sich am Schlussanstieg von der Konkurrenz gelöst, den Etappensieg geholt und das Führungstrikot übernommen. Der Österreicher geht nun mit Selbstvertrauen und der Gesamtführung in die letzten beiden Etappen.

Gall setzt die entscheidende Attacke

Etappe 3 bot den ersten großen Bergtest des Rennens mit einem brutalen Schlussanstieg über 7 Kilometer im Schnitt 9%, eine Etappe, die das Gesamtklassement maßgeblich prägen sollte.
Die Angriffe begannen knapp acht Kilometer vor dem Ziel, als Giulio Ciccone beschleunigte und Pablo Torres oben drüber konterte. Dahinter erhöhte Decathlon AG2R La Mondiale das Tempo und bereitete Galls entscheidenden Antritt vor.
Weniger als 7 Kilometer vor dem Ziel zündete der Österreicher seine Attacke. Oscar Onley, Enric Mas, Ciccone und Torres konnten zunächst mitgehen. Wiederholte Beschleunigungen zerrissen die Spitzengruppe Stück für Stück, ehe Gall 4,7 Kilometer vor dem Ziel endgültig wegkam.
Onley versuchte den Rückstand zu begrenzen, während Giulio Pellizzari nach der Abfahrt von hinten heranstürmte. Doch Galls Vorsprung reichte klar für den Etappensieg. Ciccone gewann den Sprint um Rang zwei vor Pellizzari und Onley, während Gall das Leadertrikot überstreifte, 6 Sekunden vor Ciccone.
Felix Gall auf dem Schluss-Podium des Giro d'Italia 2026 in Rom
Felix Gall auf dem Schluss-Podium des Giro d'Italia 2026 in Rom

Ein seltener, aber besonderer Sieg

Der Triumph war erst der dritte Profisieg in Galls Karriere und sein größter Erfolg seit seinem Etappensieg bei der Tour de France 2023. Der 28-Jährige gab zu, dass dies den Erfolg umso süßer macht.
„Ich gewinne nicht oft, es ist erst mein dritter als Profi, und genau deshalb ist es fantastisch. Ich komme aus einer sehr intensiven Trainingsphase und bin gerade erst ins Rennen zurückgekehrt. Ich fühle mich großartig“, sagte er in einem Interview nach dem Rennen.
Gall würdigte umgehend die Arbeit seiner Teamkollegen, die ihn über die gesamte Etappe geschützt hatten. „Das Team hat mich abgeschirmt und mir ermöglicht, meine Kräfte einzuteilen. Ab Rennhälfte war das Tempo sehr hoch, aber die Jungs haben mich hervorragend positioniert und beschützt, sodass ich Energie sparen konnte.“
Laut Gall machte es den Unterschied, bis tief ins Finale Teamkollegen an seiner Seite zu haben. „Im Finale hatte ich immer einen Teamkollegen bei mir. Nachdem ich mehrmals attackiert hatte, gelang mir im letzten Teil des Anstiegs die entscheidende Lücke.“
Trotz der Freude über den Etappensieg machte Gall klar, dass sein Fokus nun auf der Verteidigung des Führungstrikots liegt. „Jetzt ist das Ziel, das Rennen zu gewinnen, aber zunächst freue ich mich über das heutige Ergebnis.“
Vor dem entscheidenden Gipfelabschluss an den Lagunas de Neila am Samstag steht voraussichtlich noch eine Sprintetappe an. Der Österreicher weiß, dass die härteste Prüfung noch kommen kann.
„Ich denke, morgen wird gesprintet, dann folgt am Samstag eine weitere sehr anspruchsvolle Etappe. Wir schauen von Tag zu Tag.“
Vorerst hat sich Gall jedoch in die ideale Position gebracht, um um den Gesamtsieg zu kämpfen und wertvollen Schwung für die Vuelta a España zu sammeln, eines seiner Hauptziele der Saison nach Platz zwei beim Giro d'Italia 2026.
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