„Meine Form ist überragend“ – Pauline Ferrand-Prevot weist Kritik vor der Ventoux-Etappe entschieden zurück

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 06 August 2026 um 20:00
PaulineFerrandPrevot_TourOfFlandersWomen2025
Die Tour de France Femmes steht vor ihrer entscheidenden Etappe am Mont Ventoux. Während der Kampf um das Gelbe Trikot wohl zwischen Marlen Reusser und Demi Vollering entschieden wird, spielt Pauline Ferrand-Prevot im Rennen um den Gesamtsieg keine Rolle mehr. Die Französin sieht sich vor der Königsetappe dennoch bestens gerüstet – und glaubt weiterhin an ihre Chance auf einen Etappensieg.
Nachdem Ferrand-Prevot auf den Etappen vier und fünf wertvolle Zeit verloren hatte, richtet sich ihr Fokus nicht mehr auf die Gesamtwertung. Stattdessen kann die Titelverteidigerin deutlich offensiver fahren und ihre Freiheiten nutzen, um auf den prestigeträchtigen Bergetappen anzugreifen.

Ferrand-Prevot lobt Teamkolleginnen nach starkem Auftritt

„Ehrlich gesagt war es den ganzen Tag Vollgas, was angenehm war, weil die Zeit so schneller verging“, sagte Ferrand-Prevot nach der sechsten Etappe.
Die Französin selbst hielt sich im Rennen der Favoritinnen schadlos, während ihre Teamkollegin Sarah van Dam den Sprung in die entscheidende Spitzengruppe schaffte. Die Kanadierin kämpfte bis zum Schluss um den Tagessieg und belegte am Ende den vierten Platz.
„Ich bin so stolz auf sie; sie entwickeln sich rasant, lernen und machen Fortschritte. Es ist schön zu sehen, wie sie vorne mitfahren, wirklich als Teil des Rennens.“
Währenddessen musste Femke de Vries einen herben Rückschlag hinnehmen. Die zu Beginn der Etappe bestplatzierte Fahrerin von Visma - Lease a Bike verlor auf den zahlreichen Anstiegen mehrere Minuten und fiel aus den Top 10 der Gesamtwertung.
Ferrand-Prevot erreichte dagegen gemeinsam mit der Gruppe um Demi Vollering das Ziel, vermied weitere Zeitverluste und verbesserte sich dadurch vom 17. auf den 15. Gesamtrang.

„Meine beste Zehn-Minuten-Leistung überhaupt“

Mit dem Mont Ventoux wartet nun die Königsetappe der Tour de France Femmes – und genau dieses Terrain kommt Ferrand-Prevot entgegen. Der legendäre Schlussanstieg gilt als die letzte große Chance der Französin, ihre Rundfahrt mit einem Etappensieg zu krönen.
Zuletzt war ihre Form immer wieder hinterfragt worden. Ferrand-Prevot selbst kann diese Einschätzung allerdings nicht nachvollziehen und verweist auf ihre Leistungsdaten.
„Mein Level ist ziemlich gut, die anderen sind einfach besser. Da muss man ehrlich und realistisch sein. Meine Form ist überragend, ich habe gestern meine beste 10-Minuten-Leistung überhaupt gefahren, aber das Niveau um mich herum ist einfach enorm gestiegen.“
Unabhängig vom Ausgang der Königsetappe richtet die Französin ihren Blick auch auf die Entwicklung ihrer Mannschaft. Die Fortschritte ihrer Teamkolleginnen bewertet sie als ebenso wichtig wie ihre eigenen Ergebnisse.
„Dann ist es schön zu sehen, dass meine Teamkolleginnen sich entwickeln und wirklich lernen wollen“, sagte Ferrand-Prevot abschließend.
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