Das Aufgebot von
Visma - Lease a Bike für die
Tour de France steht eigentlich bereits seit Beginn der Woche fest. Doch nach dem Sturz von Edoardo Affini bei den italienischen Meisterschaften ist eine weitere Änderung im Kader plötzlich wieder ein realistisches Szenario geworden. Einer wird dabei jedoch definitiv keine Rolle spielen:
Wilco Kelderman.
Der erfahrene Niederländer stellte am Rande der nationalen Meisterschaften gegenüber
WielerFlits unmissverständlich klar, dass eine kurzfristige Tour-Nominierung für ihn ausgeschlossen ist. „Ich fahre die Tour definitiv nicht. Das ist ausgeschlossen. Ich hatte sie nicht im Fokus und war auch nicht perfekt darauf vorbereitet. Es gibt jemand anderen als Reserve.“
Affinis Sturz könnte erneute Änderung im Tour-Kader erzwingen
Visma - Lease a Bike musste seine Tour-Auswahl bereits mehrfach anpassen. Christophe Laporte und Wout van Aert fielen aus dem ursprünglich geplanten Aufgebot heraus und wurden durch Per Strand Hagenes beziehungsweise Davide Piganzoli ersetzt.
Wilco Kelderman wird trotz der Personalsorgen bei Visma - Lease a Bike nicht mehr in das Tour-de-France-Aufgebot nachrücken.
Nach dem Sturz von Edoardo Affini bei den italienischen Meisterschaften könnte nun die nächste Veränderung bevorstehen. Der Italiener erlitt zwar keine Knochenbrüche, klagte nach seinem Unfall jedoch über deutliche Schmerzen, weshalb eine Nachnominierung als wahrscheinlich gilt.
Als mögliche Kandidaten galten bislang Ben Tulett und Jorgen Nordhagen. Wie WielerFlits berichtet, könnte jedoch auch Bart Lemmen in den Fokus rücken. Damit verfügt das Team über mehrere Optionen, falls Affini tatsächlich ersetzt werden muss.
Kelderman richtet den Fokus auf die niederländischen Meisterschaften
Auch Kelderman wurde zwischenzeitlich als möglicher Nachrücker gehandelt. Der Niederländer gehörte noch 2024 zum Tour-Aufgebot und überzeugte dort als wichtiger Helfer von Jonas Vingegaard. In diesem Jahr sollte er den Dänen zunächst beim Giro d’Italia unterstützen, schied jedoch nach einem Sturz bereits in der Anfangsphase des Rennens aus.
Seine Form entwickelte sich in den vergangenen Wochen dennoch kontinuierlich. Bei der Tour de Suisse verpasste Kelderman als Elfter nur knapp den Sprung in die Top Ten. Eine gezielte Vorbereitung auf die Tour de France absolvierte er allerdings nicht, weshalb ein kurzfristiger Einsatz für ihn nie ernsthaft infrage kam.
Stattdessen konzentriert sich der 34-Jährige auf die niederländischen Meisterschaften. Dort will er am Sonntag seinen ersten Profisieg seit dem Gewinn des nationalen Zeitfahrmeistertitels vor elf Jahren feiern. „Ich will im Finale mitmischen und ein gutes Rennen fahren. Wir werden sehen, wie es läuft.“
Abschließend äußerte sich Kelderman auch kritisch zum Kurs: „Es ist ziemlich knifflig mit dem Kopfsteinpflaster, den Abfahrten und den Bodenschwellen. Das ist nicht sehr sicher. Ich hoffe, dass man sich das künftig genauer anschaut, gerade mit so einem großen Feld. Aber es ist ein schwieriger Kurs, also liegt er mir.“