„Ich bin ehrlich gesagt überglücklich“ - Sam Welsford sprintet in Nairne zu seinem ersten Sieg für INEOS

Radsport
durch Nic Gayer
Freitag, 23 Januar 2026 um 13:30
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Die 3. Etappe der Tour Down Under nach Nairne endete mit einem deutlich härteren Finale als erwartet. Ausreißer Enzo Paleni zwang das Feld bis tief in die Schlussphase hinein zu hohem Tempo, um ihn überhaupt noch zu stellen. Das brachte Sam Welsford an den kurzen Anstiegen an seine Grenzen, doch die INEOS Grenadiers brachten ihren Sprinter mit perfektem Timing zurück in Position und lancierten ihn schließlich zu seinem ersten Etappensieg im Trikot des britischen Teams.
„Ich wollte das Jahr mit meinem neuen Team unbedingt gut beginnen. Sie sehen, was ich kann, und ich glaube, ich hatte dieses Selbstvertrauen in mich selbst ein wenig verloren. Es so zurückzubekommen und zu zeigen, was wir zusammen als Team leisten können, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin ehrlich gesagt überglücklich“, erklärte Welsford im Ziel. Nach Rang drei in Tanunda, wo er an den Absperrungen eingeklemmt wurde, hatte dieser Erfolg für ihn eine besondere Bedeutung.

Geduld zahlt sich aus

Bevor feststand, dass die Willunga-Etappe geändert wird und damit eine weitere Sprintchance entsteht, galt die Etappe nach Nairne auf dem Papier als letzte realistische Option für Welsford. Entsprechend hoch war der Druck. Die kurzen Anstiege erwiesen sich für den Australier als äußerst fordernd und stellten seine Siegambitionen zwischenzeitlich infrage.
Welsford krönt seine Rückkehr zur Tour Down Under mit Erfolg
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„Das war unglaublich hart. Wir waren zwischenzeitlich hinten richtig in Schwierigkeiten, und am letzten Anstieg war ich absolut am Limit. Ich hatte einfach Jungs um mich herum, die mir sagten, ich solle geduldig bleiben, wir würden wieder rankommen. Dieses Vertrauen hat alles bedeutet“, schilderte Welsford. Ruhe und Geduld zahlten sich aus: Ben Swift pilotierte ihn in den letzten 500 Metern entscheidend nach vorne, während andere Anfahrer, die zuvor das Tempo bestimmt hatten, zurückfielen.
Das Timing passte perfekt, ebenso die Umsetzung von Welsford im finalen Sprint. Mit klarem Vorsprung sicherte er sich den Etappensieg, rettete damit seine Rundfahrt und legte einen idealen Start in seine Zeit bei INEOS hin - ein Erfolg, der ihm wichtiges Selbstvertrauen verleiht.
„An einem Tag zu gewinnen, der mir eigentlich nicht liegt, macht es noch spezieller. Nach so einem harten Jahr ist es enorm, dass das Team so an mich glaubt und ich dieses Vertrauen sofort zurückzahlen kann“, sagte er abschließend. „Das gibt dir Selbstvertrauen und diese kleinen Bonuspunkte, auf die du im Laufe der Saison aufbaust.“
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