Die 3. Etappe der
Tour Down Under entwickelte sich phasenweise offensiv, am Gesamtbild des Rennens änderte sich jedoch nichts Entscheidendes.
Durch die Streichung des Anstiegs nach Old Willunga Hill auf Etappe 4 ist UAE Team Emirates - XRG dem Gesamtsieg dennoch einen großen Schritt näher gekommen.
Diese Entscheidung verändert die Rennkonstellation spürbar, denn der Old Willunga Hill wäre die einzige echte Gipfelankunft der Rundfahrt gewesen und neben dem Finale in Uraidla die Etappe mit dem größten Zeitpotenzial für das Gesamtklassement. Mit dem nun weitgehend flachen Profil können lediglich die letzten Wellen rund um Stirling noch Unterschiede erzeugen, realistisch bleiben jedoch maximal Bonussekunden und kleine Abstände.
Führung gefestigt, Spannung vor allem intern
Das macht die Gesamtführung von
Jay Vine deutlich stabiler, zumal er im Grunde nur von seinem eigenen Teamkollegen Jhonatan Narvaez gefordert wird. Das Duo liegt rund eine Minute vor Mauro Schmid auf Rang drei und kann seine taktischen Karten nahezu beliebig ausspielen. Auf dem Papier erscheint Vines Gesamtsieg damit nahezu sicher, sofern diese Entscheidung Bestand hat. Sollte Narvaez auf Etappe 5 jedoch freie Fahrt im Sprint erhalten, könnten die sechs Bonussekunden den Rückstand auf Vine schließen - fraglich bleibt allerdings, ob das Team dieses Szenario zulässt.
Hinter dem führenden Duo komplettieren Mauro Schmid, Harry Sweeny, Marco Brenner, Andreas Kron, Michael Leonard, Andrea Raccagni, Adam Yates und Anthon Charmig die Top 10 der Gesamtwertung. Viele von ihnen dürften mit einem solchen Ergebnis äußerst zufrieden sein - insbesondere, da mehrere große Favoriten bislang unter ihren Möglichkeiten geblieben sind und mit dem Wegfall von Old Willunga Hill eine zentrale Chance zur Aufholjagd verloren haben.
Andresen vs. Welsford
In der Punktewertung läuft alles auf ein direktes Duell hinaus. Tobias Lund Andresen startet mit 55 Zählern in die 4. Etappe, Sam Welsford folgt mit 52 Punkten. Zwei Gelegenheiten zum Punktesammeln bleiben noch. Spannung verspricht vor allem die Frage, ob die morgige Etappe nach Willunga bereits die Entscheidung bringt und ob Welsford die Führung übernehmen kann.
Michael Leonard verteidigte unterdessen sein Weißes Trikot des besten Nachwuchsfahrers, obwohl er keinen einzigen Vorsprung auf Andrea Raccagni besitzt. Das Bergtrikot ist dagegen praktisch vergeben und geht aller Voraussicht nach an Martin Urianstad, der sich auch heute wieder in der Ausreißergruppe zeigte.