Geraint Thomas über Kontroverse bei letzter Giro-Etappe

Radsport
durch Cycloon
Freitag, 31 Mai 2024 um 17:54
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Geraint Thomas erlebte einen starken Giro d'Italia 2024, bei dem er innerhalb von drei Wochen, in denen er schwierige Tage und Stürze erlebte, zum zweiten Mal in Folge auf das Podium fuhr. Am letzten Tag des Rennens wollte er vor der letzten Runde in Rom einen langsamen und entspannten Tag auf dem Rad verbringen und ärgerte sich über das Tempo des UAE Team Emirates. Er erklärt diesen Vorfall:
"Man muss immer mit dem Unerwarteten rechnen, aber ich verstehe den modernen Radsport nicht mehr. Zwanzig Kilometer vor dem Ziel der Etappe brach der Wind los, was sollte das? Sie sind alle sehr stark im UAE Team Emirates, aber ich habe ihnen gesagt, dass es ein bisschen ruhiger sein könnte", sagte Thomas im Watts Occuring Podcast.
Der Videoausschnitt, in dem er Felix Großschartner der UAE sagt, man solle langsamer machen, ging als ungewöhnlicher Anblick im Peloton viral. "Ich habe schon viele Veränderungen im Sport gesehen, aber das war wirklich das erste Mal, dass das Peloton nach zwanzig Kilometern auf einer solchen Etappe auseinanderbrach", sagte er weiter. Als Tour de France-Veteran - und Sieger - wollte er am letzten Tag nicht mit einem solchen Tempo weitermachen.
"Die UAE haben einfach richtig Gas gegeben, aber ich weiß nicht, warum. Ich bin einfach hingefahren und habe gesagt: Was machst du da? Nehmt es einfach locker, wir fahren nach Rom. Wir begannen die Etappe an einem Ort, der definitiv wichtig war, fuhren zur Küste und zurück."
"Auf dem Rückweg hatten wir Seitenwind und Felix Grossschartner ist vorne gefahren. Er sagte: 'Oh, wir sind vorne einfach mit der gleichen Leistung gefahren wie gegen den Wind', 350 Watt oder so. Aber die Jungs hinten müssen mit Vollgas sprinten, und dann gibt es diese Brüche im Feld." Es gab jedoch keinen Streit zwischen den beiden oder mit den UAE.
"Ich dachte: Komm schon. Aber er kam danach zu mir und sagte: 'Tut mir leid, ich fühle mich wirklich wie ein Idiot'. So schlimm war es nicht, aber trotzdem. Dieses Tempo gibt es normalerweise nur auf der lokalen Strecke, so ist das in Paris. Am Ende ist es passiert, aber das sind die Dinge, die bei der letzten Etappe einer Grand Tour vorkommen", so Thomas abschließend.