Fabian Cancellara sieht Geschichte der Flandern-Rundfahrt nach Mathieu van der Poel rufen: "Er wird bald ein vierfacher Sieger sein. Es ist nur eine Frage der Zeit"

Radsport
Dienstag, 02 April 2024 um 20:30
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Mathieu van der Poel hat am vergangenen Wochenende mit einer atemberaubenden Leistung auf dem historischen Kopfsteinpflaster und den Anstiegen von Flandern einen fantastischen Hattrick bei der Flandern-Rundfahrt 2024 errungen. Noch nie hat jemand das Rennen viermal gewonnen... Könnte van der Poel der Mann sein, dem dies gelingt?
Laut Fabian Cancellara, selbst dreimaliger Sieger der Flandern-Rundfahrt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis van der Poel einen historischen vierten Sieg erringt. "Nach einem Rennen wie diesem kann man immer über Wenns und Vielleichts reden. Wenn Wout van Aert dabei gewesen wäre, oder wenn Mads Pedersen 100 Prozent gegeben hätte, oder wenn es nicht so kalt gewesen wäre und nicht geregnet hätte, dann hätte das Rennen anders verlaufen können, klar. Aber wir haben trotzdem eine epische Ronde gesehen. Vielleicht haben die anderen Teams ihre Karten nicht so clever ausgespielt, aber am Ende hat der stärkste Fahrer die Flandern-Rundfahrt gewonnen", meint der Schweizer in seiner Kolumne für Cycling News. "Mathieu hat jetzt mit seinem dritten Flandern-Rundfahrtsieg den Rekord eingestellt, und ich denke, dass er bald ein vierfacher Sieger sein wird. Es ist nur eine Frage der Zeit."
Der Schlüsselmoment für van der Poel kam am berüchtigten Koppenberg, wo der Regen das Kopfsteinpflaster so rutschig gemacht hatte, dass die Fahrer auf der ganzen Straße zum Stillstand kamen. Van der Poel fuhr jedoch unbeirrt weiter und tanzte ohne Probleme von Kopfsteinpflaster zu Kopfsteinpflaster.
"Der Koppenberg war der entscheidende Moment, der Ort, an dem Van der Poel seinen Siegeszug antrat", erinnert sich Cancellara. "Und natürlich ist das Bild von so vielen Fahrern, die den Anstieg hinauflaufen, etwas, an das sich die Radsportfans immer erinnern werden. Auf der einen Seite ist es nicht schön zu sehen, dass die Fahrer gezwungen sind, so zu laufen, aber auf der anderen Seite ist das einfach ein Teil des Koppenbergs, wenn es regnet, und ein Teil dessen, was die Ronde zu einem so harten, besonderen Rennen macht."