Paul Seixas ist überzeugt, dass eine
Weltmeisterschaft ohne
Tadej Pogacar die Dynamik des Rennens komplett verändert, zumal der Start des Weltmeisters nach seiner Operation am Dienstag unwahrscheinlich erscheint.
Der Vuelta a España-Leader stürzte am Samstag schwer und zog sich einen Schlüsselbeinbruch, eine Fraktur des C7-Wirbels und eine Gehirnerschütterung zu. Gut drei Wochen vor dem Straßenrennen ist ein Comeback am Start nicht völlig ausgeschlossen, für den Slowenen jedoch eher unwahrscheinlich.
Paul Seixas wird die Frankreich-Auswahl für das Rennen anführen und zählt – mit oder ohne Pogacar am Start – zu den Topfavoriten auf das Regenbogentrikot. Zunächst wünscht der 19-Jährige Pogacar eine schnelle Genesung.
Mit Blick auf das Rennen wäre Pogacars Fehlen ein Gamechanger, der den Hauptfavoriten aus dem Feld nimmt und Rollen sowie Ambitionen im Peloton neu verteilt.
Tadej Pogacar hat das Krankenhaus verlassen
Seixas tut sich schwer mit Pogacars Sturz
„Zuallererst war es furchtbar, Tadej stürzen zu sehen. Es war die Art von Sturz, die jedem passieren kann. Ich hoffe, er erholt sich so schnell wie möglich“,
sagte Seixas bei HLN.„Es ist noch ein bisschen zu früh, um wirklich etwas Definitives zu sagen, denn wir wissen nicht, ob er es an den Start schafft oder nicht. Aber natürlich würde sich vieles ändern, wenn er nicht dabei ist.“
Zur Rennkonstellation mit Pogacar meint er, dass sich ohne eine Titelverteidigung des Slowenen ein deutlich offeneres Rennen ergeben dürfte.
„Wenn Tadej fährt, musst du genau überlegen, wie du gegen ihn Rennen fährst. Er ist der König des Rennens. Vielleicht sehen wir schon beim Grand Prix de Montréal Tendenzen, auch wenn das natürlich etwas anderes ist als die Weltmeisterschaft, wo wir für Nationalteams fahren.“
Offeneres Rennen ohne Pogacar
„Ich erwarte ein offeneres Rennen, aber es gibt immer noch viele starke Fahrer, gegen die ich mich behaupten muss.“
Bei der Analyse seiner Konkurrenten fällt der Name Remco Evenepoel. Zudem stellt sich die Frage, wie sehr ein bestrittene Tour de France im Körper wirkt – viele sind überzeugt, dass drei Wochen Rundfahrt das Niveau anheben.
„Remco hat ein sehr interessantes Profil für solche Rennen. Er ist zweifellos einer der Favoriten – vielleicht sogar der Topfavorit. Er war schon Weltmeister, er weiß, was es braucht.“
„Schwer zu sagen, ob sich der Grand-Tour-Effekt bemerkbar macht. Ich weiß es erst, wenn ich im Rennen performe. Dort will ich glänzen, nicht nur im Training. Wir werden sehen. In jedem Fall fühle ich mich frisch, körperlich wie mental.“