„Es würde mir alles bedeuten“ – Wout van Aert peilt nach mehreren knapp verpassten Chancen den lang ersehnten Sieg bei der Flandern-Rundfahrt an

Radsport
Sonntag, 05 April 2026 um 13:13
Wout van Aert and Christophe Laporte
Im Rampenlicht der Flandern-Rundfahrt steht nicht nur Debütant Remco Evenepoel. Einer der Topfavoriten auf den Sieg ist Wout van Aert, der nach mehreren Wochen auf hohem Niveau anreist und mit einer offensiven Fahrweise berechtigten Optimismus weckt.
Im Gespräch mit Cycling Pro Net bewertete der Belgier seine Form, seine Ambitionen und seine Strategie für ein Rennen, das vom Wind und der Härte der Kopfsteinpflaster geprägt ist. „Ich fühle mich gut. Danke für das Kompliment. Ich habe die letzten Rennen wirklich genossen, und es wäre großartig, heute in derselben Art zu fahren.“
Van Aert machte keinen Hehl daraus, was dieses Rennen für ihn bedeutet: „Es würde mir alles bedeuten. Da gibt es nichts zu verbergen. Es ist seit Jahren ein Ziel von mir. Jedes Mal, wenn ich hier starte, bekomme ich Gänsehaut. Es ist definitiv ein großes Ziel, aber auch etwas, das sehr schwer zu erreichen ist.“
Zur Herangehensweise, gerade bei möglicherweise ungünstigen Windbedingungen, erklärte er: „Ich werde versuchen, so viel wie möglich im Windschatten zu bleiben, nicht unnötig Energie im Wind zu verschwenden und bereit zu sein, zu kämpfen, wenn es wirklich zählt.“

Der Schlüsselmoment des Rennens

Der Belgier verwies zudem auf einen der entscheidenden Abschnitte des Kurses: „Der Kwaremont, besonders die zweite Passage, ist normalerweise der wichtigste Moment. Ich denke nicht, dass das Rennen viel früher wirklich beginnt, auch wenn heutzutage oft schon weit draußen gefahren wird. Man muss auf jedes Szenario vorbereitet sein.“
Zur Rolle seines Teams hob er die Bedeutung seiner Helfer hervor, insbesondere Matthew Brennan: „Er ist eine starke Stütze für das Team. Er lernt in dieser Klassikerserie viel dazu. Heute wird er besonders wertvoll sein, um frühe Moves zu kontern und mir zu helfen, gut positioniert zu bleiben. Wir können in seinem Alter nicht erwarten, dass er im Finale noch dabei ist, aber er wird viel lernen und aus diesem Tag sicher gestärkt hervorgehen.“
Wir werden sehen, wozu Wout van Aert fähig ist, nachdem er zum Start der Saison 2026 mit Attacken in mehreren belgischen Klassikern eine aufsteigende Form gezeigt und den Sieg knapp verpasst hat. Die Beine sind da, zudem wurde er Dritter bei Milano-Sanremo. Ein Podium heute bei einer historischen Ausgabe der Flandern-Rundfahrt scheint definitiv in Reichweite.
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