Am nebligen Morgen von der Lombardei-Rundfahrt stand Remco Evenepoel mit ruhiger Gelassenheit an der Startlinie – wohl wissend, dass dies sein letztes Rennen im blauen Trikot von Soudal–Quick-Step sein würde. Der belgische Zeitfahr-Weltmeister, Gewinner von Lüttich–Bastogne–Lüttich und zahlreichen anderen Klassikern, blickte einem Abschied entgegen, der mehr als nur das Ende eines Kapitels bedeutete. Doch Nostalgie lag keine in der Luft – nur volle Konzentration.
„Ja, es wird natürlich etwas Besonderes sein, wie du sagst“, erklärte er gegenüber Cycling Pro Net. „Aber am Ende ist es ein Rennen wie jedes andere. Ich muss mich erst auf das Rennen konzentrieren – heute Abend wird dann eine andere Geschichte sein. Im Moment geht es darum, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“
Evenepoel ist kein Unbekannter, wenn es um Druck und Erwartungen geht. Jede Startlinie bringt bei ihm eine gewisse Spannung mit sich – doch diese hier trägt ein besonderes Gewicht. Seine Jahre bei Soudal–Quick-Step prägten seine Entwicklung als Profi: ein Team, das ihn großzog, seine Weltmeistertitel feierte – und gelegentlich mit seinem Ehrgeiz rang. Nun, bei seinem Abschiedsauftritt, will er diese gemeinsame Geschichte mit einer Leistung beenden, die seinem Talent gerecht wird.
Auf die Frage, ob das Team den offensiven Stil der belgischen Nationalmannschaft von der Europameisterschaft wiederholen werde, antwortete Evenepoel realistisch. „Es ist ein bisschen anders, denke ich. Es sind mehr Fahrer am Start, und die Blöcke sind insgesamt stärker. Es wird also schwierig, wirklich etwas Außergewöhnliches zu machen. Aber klar, das Finale wird, wie immer, brutal hart. Ich muss einfach die beste Version meiner selbst sein – und versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu holen.“
Sport ist für viele ein Hobby – für manche aber wird er zur Lebensphilosophie. So auch für Stefan, einen ehemaligen gesponserten Langstreckenläufer aus Deutschland, der heute seine Leidenschaft dem Radsport widmet.
Als Ultramarathonläufer bewies Stefan über viele Jahre hinweg außergewöhnliche Ausdauer, mentale Stärke und Disziplin. Das ständige Streben, persönliche Grenzen zu überschreiten, prägte nicht nur seine sportliche Laufbahn, sondern auch seine Haltung zum Leben. Doch wie so oft führt das Leben selbst zu neuen Wegen und Herausforderungen.
Mit Beginn der Corona-Pandemie fand Stefan Jung seine neue sportliche Heimat: den Radsport. Was als körperlicher Ausgleich begann, entwickelte sich rasch zu einer tiefen Begeisterung für das Radfahren – sei es auf der Straße, im Gelände oder als Zuschauer bei großen Rundfahrten. Die Verbindung aus körperlicher Leistung, taktischem Gespür und Teamdynamik faszinierte ihn vom ersten Moment an.
Seit dem 10. Januar 2025 engagiert sich Stefan aktiv für die Radsport-Community und unterstützt die Plattform radsportaktuell.de. Mit seiner Erfahrung aus dem Leistungssport und seiner neuen Leidenschaft für den Radsport bringt er wertvolle Perspektiven, Wissen und Begeisterung ein, um anderen Sportinteressierten fundierte Informationen, Inspiration und Motivation zu bieten.
Ob auf der Laufstrecke oder im Radsattel – Stefan zeigt, wie Sport Körper und Geist gleichermaßen formt und wie echte Leidenschaft Menschen miteinander verbindet.