Jonas Vingegaard hat 2026 bereits eine Grand Tour gewonnen, dennoch wird seine Saison mit gemischten Gefühlen bewertet, nachdem er die
Tour de France nach seinem Sturz auf der 15. Etappe aufgeben musste. Der dänische Kletterer erlitt einen komplizierten Schlüsselbeinbruch, und seine Rückkehr ins Renngeschehen im letzten Saisonviertel steht in den Sternen.
Vingegaards Saison vorbei?
Vingegaards Tour de France verlief nicht wie erhofft; Tadej Pogacar setzte seinen GC-Ambitionen bereits in der ersten Woche schwer zu und baute seinen Vorsprung seither kontinuierlich aus. Doch vor
Etappe 15 lag Vingegaard souverän auf Rang zwei und war bereit, dem Weltmeister wieder die Stirn zu bieten.
Gegenüber TV 2 Sport spricht Vismas Sportdirektor
Marc Reef zunächst über Vingegaards aktuellen Gesundheitszustand. Der Däne musste sich einer Operation am Schlüsselbein unterziehen.
Diese verlief reibungslos, berichtet Reef: „Die Operation ist gut verlaufen, sie haben getan, was nötig war, und es ist nicht die komplizierteste Operation, die man haben kann. Alles ist gut gegangen.“
Nach dem ursprünglichen Saisonplan von Visma | Lease a Bike für Vingegaard sind nach dem Giro-Tour-Double keine weiteren Einsätze mehr vorgesehen.
Ein Start bei ausgewählten Spätjahrsrennen mit Blick auf die Europameisterschaften in Pogacars Heimat war nicht ausgeschlossen, doch das Team könnte unter den neuen Vorzeichen einen konservativeren Kurs einschlagen.
„Die Pläne für den Rest der Saison müssen wir nach der Tour gemeinsam mit Jonas besprechen“, sagt Reef.
Der Sportdirektor schließt nicht aus, dass Vingegaard in diesem Jahr gar keine Startnummer mehr ansteckt:
„Es war eine schwierige Saison. Es ist möglich, dass Vingegaard in diesem Jahr noch einmal ins Renngeschehen zurückkehrt, aber es ist ebenso möglich, dass er es nicht tut.“
Am Ende wird es darauf ankommen, ob der 29-Jährige seine Saison mit einem DNF beenden und den Fokus auf die kommende Kampagne legen möchte, oder