Andreas Leknessund gab zu, dass ihm schlicht die Beine fehlten,
um Jhonatan Narváez am Samstag im Kampf um den Etappensieg zu schlagen. Der Fahrer von
Uno-X Mobility bildete zusammen mit dem
UAE Team Emirates - XRG-Duo Narváez und Mikkel Bjerg die entscheidende Ausreißergruppe des Tages, musste sich am Ende der achten Etappe des Giro d’Italia jedoch mit Rang zwei begnügen.
Ein brutaler Kampf gegen den Wind
Die Anfangsphase der Samstagsetappe war von viel Nervosität geprägt, denn es dauerte sehr lange, bis sich eine Gruppe endgültig vom Feld lösen konnte. Leknessund war in den frühen Angriffen sehr aktiv, doch die Witterungsbedingungen machten alles enorm schwer.
„Der Start war hart. Es gab viel Gegenwind und ich habe versucht, in die Gruppe zu kommen, aber irgendwann habe ich zu den Jungs gesagt: ‘Ich glaube, ich gebe auf, bei diesem Wind kommen wir nicht weg’“,
räumte der Norweger ein.
Trotz der anfänglichen Frustration zahlte sich eine taktische Anpassung schließlich aus. „Ich habe mich etwas mehr im Windschatten aufgehalten und irgendwie war ich dann mit Bjerg und Narváez vorne“, sagte der Uno-X-Mobility-Fahrer, sichtlich überrascht, wie der Zug am Ende zustande kam. „Es war schwer, auf die Verfolger eine Lücke zu reißen, aber wir haben gut zusammengearbeitet.“
Narváez, Bjerg und Leknessund bildeten die Flucht des Tages
Keine Reue im Finale
Als das Trio schließlich einen komfortablen Vorsprung auf das Peloton herausgefahren hatte, entwickelte sich ein direkter Kampf um den Etappensieg. Gegen zwei Teamkollegen von UAE Team Emirates XRG anzutreten, erwies sich für Leknessund jedoch als unlösbares Rätsel – zumal Narváez in Topform war.
Als im Finale die entscheidenden Attacken flogen, musste Leknessund den Ecuadorianer ziehen lassen. „Am Ende war Narváez stärker, ein bisschen wie erwartet“, stellte Leknessund fest und bewertete das Finale sehr nüchtern. „Ich kann nicht enttäuscht sein. Ich kann nicht sagen, dass ich nah am Sieg war, aber es war das Maximum, das ich leisten konnte.“