„Es summiert sich, ich habe es schon sehr, sehr oft gesagt“ – Warnung an UAE, Johan Bruyneel sieht Gefahr in aggressiver Taktik auf Etappe 3

Radsport
Dienstag, 07 Juli 2026 um 12:00
Isaac Del Toro and Tadej Pogacar stage 2 Tour de France 2026
UAE Team Emirates steht nach zwei Etappensiegen bei der Tour de France an der Spitze der Radsportwelt, doch eine entscheidende Warnung sollte beachtet werden, wenn der Absturz vermieden werden soll.
Isaac del Toro und Tadej Pogacar erleben eine Tour im Höhenflug: Der Slowene übernahm nach seinem Etappensieg am Montag das Gelbe Trikot, einen Tag nachdem del Toro am Sonntag Etappe 2 gewonnen hatte.
Bei der Analyse von Etappe 3 hatte Johan Bruyneel jedoch eher eine Mahnung als Lob für UAE parat. Er verwies auf die körperliche Belastung, die das Rennen zu kontrollieren für die Mannschaft sowie die Leader Pogacar und Del Toro bedeutet.
Tim Wellens zeigte vor dem Finale eine starke Vorstellung. Er arbeitete lange an der Spitze, kontrollierte die Lücke zur Ausreißergruppe und half, die Angreifer zurückzuholen, bevor der Schlussschub Pogacar perfekt für den Sieg positionierte.

Bruyneel erkennt Tim Wellens’ Schmerzensmiene

Bruyneel verwies auf das sichtbare Leiden und die Schmerzensmienen von Wellens in der Tour-Hitze. Er betonte, dass das Team für die Etappe 4 am Dienstag die Taktik ändern müsse: Fokus auf Erholung statt auf komplette Rennkontrolle.
„Tim Wellens, der einen unglaublichen, sehr langen Zug gefahren ist – sein Gesicht war pure Quälerei“, sagte Bruyneel bei The Move nach Etappe 3.
„Etappen wie diese, und wenn du die Entscheidung triffst, auf den Tagessieg zu gehen und weißt, dass du ohne jede Hilfe die gesamte Etappe kontrollieren musst, dann denkst du vielleicht: Okay, wir gewinnen die Etappe, morgen ist ein Tag zur Erholung. Ein Ruhetag.“
Bruyneel meint jedoch, dass die Rechnung später präsentiert wird, und predigt UAE Geduld und Zurückhaltung.

Pogacar muss die Kräfte der Helfer managen

Es ermüden nicht nur die Gegner. Pogacar muss auch den Einsatz seiner Teamkollegen im Blick behalten, um sie für die Schlüsselmomente später im Rennen zu schonen.
„Es summiert sich. Es summiert sich. Ich habe es sehr, sehr oft gesagt und werde es weiter sagen, egal ob es moderner Radsport ist oder altmodischer“, sagte er.
Er schloss: „Etappensieg, Etappenrennen, eine Grand Tour – du musst den Taschenrechner in der Gesäßtasche haben, nicht nur für dich selbst, sondern auch für deine Teamkollegen.“
Die Etappe 4 am Dienstag bietet dem Peloton zwar eine leichte Atempause, doch mit vielen Hügeln und Anstiegen gibt es reichlich Chancen für Angriffe und für schnelle Männer, dranzubleiben – in der Hoffnung auf einen Zielsprint.
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