„Es ist sehr schwierig, hier zu sein“ – sichtlich bewegter Isaac del Toro blickt auf Tour-de-France-Podest und Sieg im Weißen Trikot zurück

Radsport
Montag, 27 Juli 2026 um 15:00
Isaac del Toro
Isaac del Toro mag zwar Dritter geworden sein und das Weiße Trikot bei seiner ersten Teilnahme an der Tour de France erobert haben, doch er betonte, wie schwer es für ihn und andere Fahrer aus Lateinamerika war, sich den Weg auf die größte Bühne des Radsports zu bahnen.
Auf dem Podium in Paris stehend, präsentierte sich der mexikanische Champion als eines der spannendsten Talente des Pelotons und als Schlüsselmann für UAE Team Emirates-XRG und Tadej Pogacar, die nach dominanter Vorstellung den fünften Gesamtsieg im Gelben Trikot einfuhren.
Da in der Schlussetappe am Sonntag die Zeiten zur Rennmitte neutralisiert wurden, erlebte del Toro einen Schreckmoment: Ein Reifenschaden zum falschen Zeitpunkt kostete ihn die Chance, um den Etappensieg zu sprinten. Nach dem Abwinken der Zielflagge stellte er klar, dass sein Podiumsplatz hart erarbeitet und bis zuletzt fragil war.
„Es ist sehr schwierig, hier zu sein. Ihr habt heute gesehen, wie schnell sich alles ändern kann“, sagte del Toro nach der Etappe.
„Wir hatten Glück, dass es diese Regel gab, aber ihr habt wirklich gesehen, wie gnadenlos der Radsport sein kann. Und am Ende spielt das alles keine Rolle, es ist wunderschön. Eines Tages werdet ihr verstehen, wie kompliziert es für uns Lateinamerikaner ist.“
Tadej Pogacar und Isaac del Toro auf Etappe 2 der Tour de France 2026
Tadej Pogacar und Isaac del Toro auf Etappe 2 der Tour de France 2026

Del Toro betont Hürden auf dem Weg zur Spitze aus Mexiko

Zur Einordnung erklärte er, dass die Infrastruktur und die Möglichkeiten im europäischen Radsport deutlich ausgeprägter seien als in seiner Heimat und den Nachbarländern. Der Schritt in die WorldTour sei für seinen Hintergrund daher wegweisend gewesen.
„Und wie schwer es ist, diese 21 Wettkampftage zu überstehen. Trotzdem bin ich superglücklich und dankbar, heute hier zu sein. Es ist einfach der Kontext.“
„Ich denke, es ist ein Sport, der sich in Europa viel länger entwickelt hat. Und hierherzukommen, um ihn auf einem anderen Niveau auszuüben, ist schlicht eine Frage des Zeitvorsprungs.“
Del Toro fuhr im Junioren- und U23-Bereich für das mexikanische Team AR Monex, bevor er 2024 direkt zu UAE und in die WorldTour wechselte. Und der 22-Jährige hat in seiner dritten Saison bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt.
Neben zwei Grand-Tour-Podestplätzen gewann er die Gesamtwertungen von WorldTour-Etappenrennen wie Tirreno–Adriatico, UAE Tour und der Tour Auvergne–Rhône–Alpes.
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