Romain Grégoire ist in die Nachfolge von Dorian Godon als französischer Meister gerückt – eines der prestigeträchtigsten Sondertrikots im Peloton. Mit diesem Rückenwind peilt der 23-Jährige bei der bevorstehenden
Tour de France Erfolge an, idealerweise mit einem Etappensieg.
„Ich fühle mich unglaublich privilegiert. Das ist ein besonderer Moment, einer, den man in einer Karriere selten erlebt“, vertraute Grégoire
Cyclism'Actu an, mit Blick auf die Chance, in diesem Sommer die Trikolore zu tragen. „Dieses Trikot auf den Straßen der Tour zu tragen, ist etwas ganz anderes. Ich versuche, es maximal auszukosten und zum Strahlen zu bringen. Ich hoffe, diese Farben schieben mich an und geben mir dank der Fans zusätzliche Kraft.“
Erstmals seit drei Jahren hält Groupama - FDJ United wieder den nationalen Titel. Die Durststrecke der französischen WorldTour-Formation bei Etappensiegen bei der Tour de France reicht jedoch noch weiter zurück – bis 2019, als Thibaut Pinot am Col du Tourmalet triumphierte.
„Eine erfolgreiche Tour bedeutet einen Etappensieg“, betont Grégoire. „Es gibt für uns kein anderes positives Resultat. Es ist viel zu lange her, dass wir als Team eine Tour-Etappe gewonnen haben. Wir müssen zurück in die Erfolgsspur. Ob ich es bin oder ein anderer Fahrer, das ist unser klares Ziel.“
Gelbes Trikot..?
Groupama - FDJ United bringt für das sehr spezielle Format des Mannschaftszeitfahrens keine Übermannschaft an den Start, dennoch bleibt das Ziel, weit vorn zu landen – mit der Option auf Gelb im Hinterkopf.
„Wir werden versuchen, im Mannschaftszeitfahren abzuliefern; das ist entscheidend für einen guten Tour-Auftakt und eine starke Ausgangsposition.“
Romain Gregoire gewinnt die 2. Etappe der Tour de Suisse 2026
Ausreißer werden entscheidend sein
Grégoire selbst könnte bereits in Barcelona um den zweiten Etappensieg kämpfen, doch ein Gelbes Trikot nach dem Mannschaftszeitfahren dürfte außer Reichweite sein, wie er einräumt.
Ähnlich erscheint die mittelschwere 3. Etappe für Grégoire wohl etwas zu früh. Doch seine – oder die Chance eines Teamkollegen – wird kommen, ist er überzeugt. Dafür soll ein starkes Mannschaftszeitfahren als Sprungbrett dienen.
„Ich glaube nicht, dass es am Sonntag passiert, aber vielleicht am Montag oder etwas später in Foix: Da könnte Gelb an eine Ausreißergruppe gehen. In so einem Szenario wäre es sehr wertvoll, wenn wir Fahrer gut positioniert haben, die um dieses Trikot mitfahren können.“
Groupama - FDJ United steckt zur Saisonhalbzeit 2026 in der UCI-Wertung in einer unbequemen Lage. Als 19. will das französische Team bei der Heim-Grand-Tour den Umschwung erzwingen – trotz der riskanten Entscheidung, David Gaudu nicht mitzunehmen.
„Wir haben das Gefühl, die Tour kommt zum richtigen Zeitpunkt. Der Saisonstart war schwierig, aber seit Anfang Juni greift alles ineinander. Seit dem Dauphiné, der Tour de Suisse und der Route d’Occitanie laufen wir gut. Wir haben zudem die Französischen Meisterschaften gewonnen. Diese Phase müssen wir nutzen und bei der Tour in Resultate ummünzen.“