Isaac del Toro hat den Spekulationen über seine Zukunft mit seiner Vertragsverlängerung bei
UAE Team Emirates - XRG ein Ende gesetzt. Der Mexikaner soll einem langfristigen Vertrag zunächst zurückhaltend gegenübergestanden haben, doch Anfang August schuf das Team Klarheit: Sein Kontrakt wurde um zwei weitere Jahre verlängert und läuft nun bis 2031.
Der Tour-de-France- und Giro-d'Italia-Podiumsfahrer präsentiert sich in dieser Saison in herausragender Form und gewann zuletzt die Deutschland Tour. Nun bereitet sich del Toro darauf vor, UAE Team Emirates - XRG am Wochenende beim GP de Quebec und GP de Montreal zu vertreten, ehe er bei den Weltmeisterschaften für Mexiko an den Start geht.
Del Toro selbstbewusst vor Quebec und Montreal
Die bevorstehenden Rennen sind zwar nicht perfekt auf sein Profil zugeschnitten, bieten del Toro jedoch durchaus Möglichkeiten, im entscheidenden Moment den Unterschied zu machen. Mit Blick auf den Vergleich mit einigen der WM-Favoriten zeigt sich der Mexikaner entsprechend selbstbewusst.
Isaac del Toro hat seinen Vertrag bei UAE Team Emirates - XRG bis 2031 verlängert und sieht trotz Pogacars Nummer-eins-Status keinen Grund für einen Wechsel.
„Alle um mich herum sind positiv, was meine Chancen angeht, aber ich muss versuchen, klug und stark zu fahren“, erklärte del Toro gegenüber
WielerFlits.
„Ich will im Finale dabei sein und dann mein Bestes geben. Wir sind hier als ambitioniertes Team, also muss ich diesen Schwung mitnehmen. Sprints sind immer etwas heikel. Aber wenn ich in dieser Situation bin, mich gut fühle und mit meinen Teamkollegen dort bin, dann versuche ich es natürlich. Es ist möglich. Ehrlich gesagt passt mein Fahrertyp recht gut zum GP de Quebec. Wir müssen sehen, was am schlauesten ist, und dann versuchen, das Beste daraus zu machen.“
Nach seinem Podiumsplatz bei der Tour de France hatten zugleich die Spekulationen auf dem Transfermarkt Fahrt aufgenommen. Gerüchte über die Zukunft von Paul Seixas und einen möglichen Vorstoß von UAE für den französischen Teenager warfen wiederum Fragen darüber auf, welche Perspektive del Toro langfristig innerhalb der Mannschaft haben würde.
Wenige Wochen nach der Unterzeichnung seines neuen Vertrags und nachdem die Spekulationen um Seixas deutlich abgeklungen sind, dreht del Toro die entscheidende Frage jedoch kurzerhand um: Warum sollte er jene Struktur verlassen, in der er sich zu einem Fahrer der höchsten Kategorie entwickelt hat – selbst wenn Tadej Pogacar innerhalb des Teams weiterhin die unangefochtene Nummer eins ist?
„Warum nicht?“ – Del Toro sieht seine Zukunft bei UAE
„In meinem Fall geht es eher um das ‚Warum nicht?‘, nicht darum, warum ich bleiben sollte. Für mich ist es sehr schön, unter solchen Leuten zu sein. Manchmal pushe ich mich sogar etwas mehr, weil die Menschen um mich herum wollen, dass ich an einen besseren Punkt komme.“
„Es ist ein angenehmes Umfeld für mich, und ich bin sehr glücklich mit dem, der ich jetzt bin. Ich bin dankbar für das Jahr bisher und hoffe natürlich auf das Beste für die Zukunft.“
Für del Toro steht fest, dass seine Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen ist. Der Mexikaner möchte sich weiter verbessern und die nächsten Schritte machen. Als entscheidenden Faktor für seine Zufriedenheit bei UAE nennt er dabei den ruhigen Umgang des Teams mit seiner Entwicklung: Statt ihn mit starren Zielvorgaben unter Druck zu setzen, lässt ihm die Mannschaft die notwendige Zeit.
„Wenn wir über junge Fahrer sprechen, reden wir immer über Entwicklung und solche Dinge. Aber meine Laufbahn zeigt weiter nach vorn. Dieses Team versucht nicht, mich zu überstürzen oder in eine Situation zu drängen, für die ich mich noch nicht bereit fühle. Das ist gut.“
„Mein Niveau steigt. Ich lasse meinen Körper mit der Zeit mehr Kapazität aufbauen, und hoffentlich werde ich über die Jahre immer besser. Ich versuche, die Dinge ruhig anzugehen. Die Zeit wird mir sagen, wann ich bereit bin – oder wann nicht.“