Etappe 2 der
Volta ao Algarve zündete das Feuerwerk. Der Alto da Fóia stand auf dem Programm, und drei Fahrer setzten sich klar ab.
Paul Seixas, erst 19 Jahre alt, holte seinen ersten Profisieg auf demselben Anstieg, auf dem Tadej Pogacar vor sieben Jahren Durchbruch feierte. Der Fahrer des Decathlon CMA CGM Team übernahm mit einem dramatischen Finish die Gesamtführung, nachdem er
Juan Ayuso und João Almeida im Sprint bezwungen hatte.
News-Update zu Etappe 2 der Volta ao Algarve
Die zweite Etappe galt auf dem Papier als Königsetappe mit Zielankunft am Alto da Fóia. Der seit Jahren etablierte Schlussanstieg der Algarve-Rundfahrt wurde über eine bislang unerprobte Zufahrt gefahren. Der finale Anstieg maß 8,8 Kilometer bei 6,2 % im Schnitt, wies jedoch zwei deutlich steilere Passagen auf.
Die Gruppe des Tages bestand aus acht Fahrern: Hugo Nunes, der Argentinier Nicolás Tivani, Alexandre Montez, Enzo Leijnse, Gorka Sorarrain, Tomas Contte, Iker Bonillo und Leangel Linarez. Das Peloton kontrollierte souverän und da vor dem Schlussanstieg in diesem Jahr keine großen Berge anstanden, wurde das Tempo bis zum Fuß der Fóia sukzessive gesteigert.
In den Anstieg ging es dann mit voller Fahrt. Auf den letzten Kilometern davor entbrannte ein klassischer Leadout-Kampf, und Lidl-Trek übernahm sofort die Spitze, um für Juan Ayuso ein hohes Tempo zu forcieren. Vier Kilometer vor dem Ziel war das Feld aufgrund der moderaten Steigung noch relativ groß, doch kaum erreichten die Fahrer eine der harten Rampen, setzte Ayuso die Attacke und nur João Almeida sowie Paul Seixas konnten folgen. Kurz darauf übernahm Seixas, sein Antritt distanzierte Almeida. Der Portugiese kam zurück, und 1,7 Kilometer vor dem Ziel schlossen auch Oscar Onley und Matthew Riccitello zur Spitzengruppe auf.
Mit 1 Kilometer verbliebener Distanz zog Almeida nach vorn, doch seine Antritte konterten Ayuso und Seixas. Der Franzose eröffnete dann den Sprint und brachte die Geschwindigkeit bis zur Linie, am Ende knapp vor Ayuso in einem Finish beinahe auf Fotofinish-Niveau. Almeida sprintete auf Rang drei, die Abstände innerhalb der ersten Fünf waren minimal.