Vorschau Vuelta a Andalucía 2026, Etappe 3 – Können Wellens und Pidcock das Rennen drehen und Movistar sprengen?

Radsport
Donnerstag, 19 Februar 2026 um 17:30
Tim Wellens
Die Vuelta a Andalucia 2026 findet vom 18. bis 22.02. in Spaniens Süden statt, wo die Etappen traditionell hügelig bis bergig sind. Diese Ausgabe macht keine Ausnahme: ein Parcours für chaotisches, taktisches Racing. Wir blicken auf Etappe 3, deren Start und Ziel auf 11:15 bzw. 15:45 CET geschätzt werden.

Analyse zu Etappe 3 der Vuelta a Andalucia 2026

Das spanische Rennen hat eine lange Geschichte: Erstausgabe 1925, danach eine 30-jährige Pause. Ab 1955 folgten regelmäßige Austragungen, zumeist geprägt von spanischen Stars ihrer Epochen. Die früheren belgischen Weltmeister Jean-Pierre Monseré und Freddy Maertens sorgten für internationale Strahlkraft, doch die Siegerliste blieb stark spanisch geprägt.
Über die Jahre triumphierten Fahrer wie Erik Zabel (1997), Erik Dekker (2001), Óscar Freire (2007), Alejandro Valverde (2012, 2013, 2014, 2016 und 2017), Chris Froome (2015) und viele weitere. 2023 dominierte Tadej Pogacar nach seinem Abstecher nach Spanien das Rennen, während 2025 sein Teamkollege Pavel Sivakov die Gesamtwertung gewann.

Profil Etappe 3: Jaén - Lopera

Profil_VueltaAAndalucia2026_Etappe3
Etappe 3: Jaén - Lopera, 181 Kilometer
Etappe 3 folgt einem anderen Muster, ohne lange Anstiege und mit Fokus auf kürzere Rampen. Es bleibt jedoch eine „rompe-piernas“-Etappe, also nicht überhart, aber mit ständigen Wellen, die langsam ermüden und das Finale selektiver machen können, als man zunächst erwartet.
Gleich nach dem Start in Jaén wartet ein Anstieg mit Bonussekunden am Gipfel, dessen letzte 1,5 Kilometer im Schnitt 7,5% aufweisen. Schwer zu kontrollierendes Terrain, das Teams mit Überzahl nutzen könnten. Die übrigen Anstiege der Etappe sind meist gut zu managen. Im Finale führen rollende, sehr offene und wenig technische Straßen nach Lopera, auf denen gut nachgeführt werden kann. Ein Sprint ist wahrscheinlich, allerdings mit leicht ansteigender Zielgeraden.
Ohne brutale Etappen, Bergankünfte oder Bonifikationen wird es nun schwierig, die Lücke zu schließen, die das Peloton Iván Romeo und Andreas Leknessund auf Etappe 2 gelassen hat. Die Topfavoriten liegen 54 Sekunden hinter dem Leader und 47 hinter dem Norweger. Jede Etappe eröffnet jedoch Chancen, und nun muss UAE – mit der größten Teamstärke – proaktiv agieren, früh attackieren und Lücken reißen.
Mit starken Eindrücken von Tim Wellens und Jan Christen kann das Emirati-Team weiterhin den Unterschied machen. Gleiches gilt für Tom Pidcock und weitere formstarke Fahrer wie Alex Aranburu, Romain Grégoire und Aleksandr Vlasov, die auf kurzen Anstiegen zu den besten gehören. Die Etappe ist allerdings nicht überhart, ein Massensprint bleibt möglich.

Prognose Vuelta a Andalucia 2026 Etappe 3

*** Christophe Laporte, Fred Wright, Alex Aranburu
** Bastien Tronchon, Soren Waerenskjold, Tom Pidcock, Romain Grégoire
* Tim Wellens, Jan Christen, Benoît Cosnefroy, Jon Barrenetxea, Orluis Aular, Sandy Dujardin, Quinten Hermans, Haimar Etxeberria, Tom Crabbe, Axel Zingle,
Tipp: Alex Aranburu
Wie: Sprint eines reduzierten Feldes.
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